Kampagne 23.01.2019, 11:28 Uhr

Textilbranche buhlt mit Web-Videos um Nachwuchs

Sensor-Handschuhe und Hightech statt bloßer Kleidung: Mit Web-Videos zu digitalen Innovationen versucht der Textilindustrie-Gesamtverband, Nachwuchs für den Berufseinstieg zu begeistern.
Auszubildende und Studenten stellen in Web-Videos Innovationen aus dem Textilbereich vor
(Quelle: Textil + Mode )
Im Rahmen seiner Nachwuchskampagne „Go Textile!“ hat der Gesamtverband der deutschen Textilindustrie eine Filmreihe produziert, die zum Brancheneinstieg motivieren und über digitale Innovationen informieren soll. Unter dem Titel „Digitalisierung, so what?!“ zeigen Auszubildende und Studenten in Videoclips, wie digital die Textilindustrie bereits ist und welche Bandbreite sie jenseits der Bekleidung abdeckt.
Vorgestellt wird beispielsweise ein sensorischer Handschuh, der Lageristen beim Heben von Lasten unterstützt, indem integrierte Druck- und Biegesensoren die Belastung messen und anhand dieser Messdaten den Systemkran steuern. Bei einem schwereren Karton gibt der Kran mehr Hebeunterstützung als bei einem leichten, wodurch sich gesundheitliche Folgeschäden vermeiden lassen. In anderen Clips zeigen Auszubildende und Studenten unter anderem ein textiles Sensorvlies als Frühwarnsystem für Deichanlagen und ein Druckverfahren, bei dem sich Vliesstoffe besser mit Farben, Mustern oder sogar dreidimensional wirkenden Elementen bedrucken lassen. Alle Videos stellt der Textitlindustrie-Gesamtverband unter www.go-textile.de/digitalisierung-so-what zum Abruf bereit.
„Die Videoclips unserer Auszubildenden zeigen auf eindrückliche Art und Weise, wie spannend und vielschichtig die deutsche Textilindustrie ist“, erklärt Ingeborg Neumann, Präsidentin des Gesamtverbandes der deutschen Textilindustrie in einem Statement. Auf Jungen und Mädchen, die noch nach der richtigen Ausbildung suchen, würden interessante Zukunftsberufe warten.
„Der Textilindustrie stehen sehr spannende Zeiten bevor. Die Digitalisierung und künstliche Intelligenz werden neue Potenziale erschließen, die durch Individualisierung, Stichwort Losgröße 1, und durch kluge Vernetzung vom Design über die Produktion bis zum Vertrieb ganz neue Geschäftsmodelle hervorbringen werden“, sagt Neumann. „Wir können junge Menschen nur ermuntern, sich auf eine Entdeckungsreise durch unsere Branche zu begeben.“
Mit nach eigenen Angaben 1.400 überwiegend mittelständischen Unternehmen und über 135.000 Beschäftigten sieht sich die deutsche Textil- und Modeindustrie als zweitgrößte Konsumgüterbranche Deutschlands.
 


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