Vielfältige Herausforderungen 01.07.2019, 18:24 Uhr

VDS-Symposium zum Outdoormarkt

Im Rahmen des zweiten Messetags auf der Outdoor by Ispo veranstaltete der VDS (Verband Deutscher Sportfachhandel) das VDS-Symposium in der Retail Lounge. Das Thema der einstündigen Diskussionsrunde: „Outdoor by Ispo – Outdoor neu interpretiert“.
(Quelle: Werner Müller-Schell )
So diskutierten unter anderem Tobias Gröber (Director Ispo Group), Frank Geisler (Vorstand Intersport Deutschland), Margit Gosau (CEO Sport 2000 International), Arne Strate (Generalsekretär European Outdoor Group) und Stefan Herzog (Generalsekretär VDS) über die Zukunft des Outdoormarktes – insbesondere im Hinblick auf die Chancen von Industrie und Handel. Eine der zentralen Frage der Veranstaltung: Wie kann die derzeitige Entwicklung hin zu einer immer vielfältigeren Outdoorbranche im Handel umgesetzt werden?

Im Fokus standen dabei besonders die großen Veränderungen, die die Outdoorbranche derzeit durchlaufe. Tobias Gröber hob bereits zu Beginn vor allem das deutlich breitere Feld und das geänderte Konsumentenverhalten hervor. Der heutige Outdoorsportler sei so oftmals ein Multisportler, der oft am selben Tag mehrere Sportarten gleichzeitig betreibe, meinte er und hob in diesem Kontext das Konzept der OutDoor by Ispo hervor, das mit seinen drei Bereichen „Core Outdoor“, „Outdoor Plus“ und „X-Industry“ verschiedenste Outdoorbereiche anspreche. Gerade diese Vielfalt sei dabei eine große Chance für die Branche, waren sich alle Teilnehmer einig.

Wie wichtig das Outdoorsegment für den Sportfachhandel ist, zeigte Margit Gosau anhand einer Zahl. So erzielt die Sport-2000-Gruppe 22 Prozent ihres Umsatzes mit Outdoorartikeln. Gosau betonte, dass es aufgrund dieser Bedeutung ein großes Anliegen von Sport 2000 sei, die Händler bei der Adaption auf die veränderten Bedürfnisse der Outdoorkundschaft zu unterstützen. Frank Geisler wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es auf die Massenfähigkeit von Outdoorartikeln ankomme. Zudem betonte er, dass es mehr Kooperation in der Branche benötige, um etwa anderen Branchen nicht das Feld im Kampf um die Gunst der Kunden zu überlassen.

Auch Arne Strate hob gerade diese markenübergreifende Kooperation als Herausforderung für die Industrie hervor, um die Bedeutung von Outdoor zu steigern. Tobias Gröber nannte als Konkurrenz-Beispiel etwa die Unterhaltungsindustrie, die sehr gut darin sei, um die Aufmerksamkeit der Konsumenten zu werben. Gerade jenes Schauen über den Tellerrand sei extrem wichtig, ergänzte wiederum Stefan Herzog. Er nannte als Beispiele die Themen Fahrrad und Wassersport, die bis dato oftmals Spezialisten überlassen worden waren, aber eben auch Themen des Sportfachhandels sein können.
 
Alle Teilnehmer der Diskussionsrunde betonten dabei die Wichtigkeit der Outdoorbranche für den gesamten Sportfachhandel. Eine der großen Herausforderungen für die Zukunft sei allerdings nicht nur die Adaption auf die derzeitigen Veränderungen der Branche und die dafür nötige Kooperation, sondern auch die Aktivierung neuer Zielgruppen. Arne Strate bemerkte so, dass 46 Prozent aller Europäer sportlich inaktiv seien. Nur wenn man diese begeistere, könne der Outdoormarkt weiter wachsen.

Autor(in) Alexander Schmitz

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