Geschäftszahlen 11.06.2019, 10:54 Uhr

Sport 2000 International wächst um 2,1 Prozent

Mit dem Geschäftsjahr 2018 zeigt sich die Verbundgruppe zufrieden. Das Umsatzwachstum auf 3,9 Milliarden Euro und das Erreichen wichtiger Meilensteine seien Belege für den richtigen Kurs.
Führungstrio (v.l.n.r): stellvertretender Vorsitzender Matthias Grevener, CEO Margit Gosau und Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Holger Schwarting
(Quelle: Sport 2000 International)
Das Geschäftsjahr 2018 ist für Sport 2000 International erfolgreich verlaufen, verlautbart der Sporthändlerverbund aus Anlass seiner jährlichen Generalversammlung. Mit 3.555 Standorten in 23 Ländern habe man einen Gesamtumsatz von 3,9 Mrd. Euro erzielt, was einem Umsatzwachstum von 2,1 Prozent im Vorjahresvergleich entspricht. CEO Margit Gosau spricht von einem "zufriedenstellenden Umsatzplus" in einem dynamischen Markt. "Wir haben 2018 weitere wichtige Meilensteine auf unserem Weg zu einer erfolgreichen, starken Retail Service Organisation im Sporthandel erreicht", erklärt die Managerin in einem Statement.
Im Rahmen der Generalversammlung wurde Dr. Holger Schwarting, Vorstand von Sport 2000 Österreich, erneut als Aufsichtsratsvorsitzender von Sport 2000 International bestätigt. Dem Aufsichtsrat gehören zudem Matthias Grevener (stellv. Vorsitzender, Deutschland), Marius Rovers (Niederlande), Jean-Louis Parent (Frankreich) und Hans-Hermann Deters (Deutschland) an.
CEO Margit Gosau verfolgt laut Mitteilung das Ziel, die Sporthändlergemeinschaft zu einer integrierten, vertikal orientierten Retail-Service-Organisation mit starker Entscheidungsfähigkeit und einer starken Konsumentenmarke in ganz Europa weiterzuentwickeln. Dafür setze sie konsequent auf den strategisch wichtigen Ausbau der Sichtbarkeit und damit die Stärkung der Marke Sport 2000 europaweit, heißt es. Zukünftig werde es in Zusammenarbeit mit internationalen Sportmarkenpartnern verstärkt darum gehen, gemeinsame Konzepte zu entwickeln, um das im In-Store-Erlebnis für Kunden im stationären Sportfachhandel "in eine nächste Dimension zu bringen". In diesem Zusammenhang forciere Gosau noch stärker als bisher die länderübergreifende Kooperation.
Neue Retailformate für Spezialisten und Generalisten
Das Entwickeln und Etablieren neuer Retailformate zur Stärkung der Sport 2000-Spezialisten und Generalisten stehe dabei ganz oben auf ihrer Prioritätenliste, verlautbart die Verbundgruppe. Gosau sei überzeugt, dass der stationäre Handel neue Konzepte braucht, um auch künftig für Konsumenten attraktiv zu sein.
"Die Erfolge und der große Zuspruch von Händler-, Kunden- und Markenpartnerseite für unser Spezialistenformat, die Absolute Stores, bestätigen, dass es ein neues Erlebnis im stationären Handel braucht", erklärt Margit Gosau und beschreibt einen Paradigmenwechsel. "In nahtloser Verknüpfung zwischen der Offline und Online-Welt geht es mehr denn je geht es um People und Experience und nicht mehr nur um Produkte. Ein Geschäft ist nicht weiter nur Verkaufsfläche, sondern ein ganzheitliches Omnichannel-Konzept. Der Community-Gedanke steht im Vordergrund und eine Sport-Erlebniswelt, in die die Kunden für die Dauer ihres Aufenthaltes eintauchen."
Dieses Verständnis verbinde Industrie, Handel und Kunden. Es brauche ein neues Erlebnis, um den Kunden von morgen zu begeistern und ins Geschäft zu bringen. Startpunkt aller Retailformate seien der Markenkern von Sport 2000 und eine klare, relevante und zukunftsorientierte Positionierung der Marke. "Wir setzen den 'Human Touch' konsequent in allen unseren Konzepten und strategischen Projekten um", beschreibt Gosau ihre Vorstellung eines "New Generation Retail-Formats".
Im Herbst 2018 hatte die Sportfachhandelsorganisation ihr Premium Retail-Format "Absolute" für Spezialisten für alle Mitgliedsländer lanciert. Den Anfang machten drei Absolute Teamsport-Stores, im April dieses Jahres folgte der erste Absolute Run-Laden (spomo berichtete). Als Teil der Zukunftsstrategie 2021 werde das Absolute-Angebot sukzessive erweitert, unterstreicht Sport 2000.
Länderübergreifende Daten und Kooperationen
Die Gruppe will zudem künftig die Stärken der einzelnen Länder noch intensiver als bisher bündeln und den Austausch gezielt fördern, um Sport 2000 langfristig zu einer integrierten, vertikal orientierten Retail-Service-Organisation zu machen. "Unsere Länder verfügen über regionale, stark ausgeprägte Kompetenzen und fundierte Kenntnisse über Markt und Kunden. Der Know-how-Transfer durch gemeinsame, internationale Projekte ist unsere Stärke als internationaler Verband", stellt Gosau fest. Das sei auch eine Hilfe dabei, neue Formate zu entwickeln, von denen alle in der Verbundgruppe und schlussendlich die Kunden in ganz Europa profitieren würden.
Sport 2000 International habe 2018 deshalb auch die länderübergreifende Datenanalyse vorangetrieben. Damit komme man dem Ziel, interne Prozesse sowie Marktentwicklungen genauer zu analysieren und länderübergreifend optimieren, einen großen Schritt näher, heißt es in der Mitteilung. Durch die Auswertung dieser Daten lassen sich das Kundenverhalten detaillierter erfassen und man könne schneller auf Sortimentsentscheidungen reagieren. Die Konsolidierung der POS-Daten auf internationaler Ebene seien intern "kräftig angeschoben" worden, konstatiert Margit Gosau. "Wir werden bereits Ende des Jahres eine internationale Datenbasis lancieren. Die Informationen aus den länderübergreifenden POS-Daten ermöglichen es uns, unseren Händlern zukünftig einen noch höheren Servicegrad in der Sortimentsgestaltung zu bieten." Am Realisieren einer einheitlichen Omni-Channel-Lösung für die Sport 2000-Händler in den Kernmärkten werde in den nächsten Jahren ebenfalls "intensiv gearbeitet", stellt die Verbundgruppe in Aussicht.


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