Nicht mehr Geschäftsführer 19.06.2019, 19:25 Uhr

Nach Voswinkel-Insolvenz: Mankowski kehrt zu Intersport zurück

Der Manager, bisher Teil der Geschäftsführung von Sport Voswinkel, arbeitet wieder in der Intersport-Zentrale. Dort übernimmt er eine Schnittstellenfunktion zwischen den Vorstandsbereichen von Frank Geisler und Mathias Boenke.
Voswinkel-Website (Ausschnitt)
(Quelle: Sport Voswinkel)
Von Dortmund nach Heilbronn: Helge Mankowski, bislang einer der Geschäftsführer von Sport Voswinkel, das sich zurzeit durch eine Insolvenz in Eigenverwaltung neu aufzustellen versucht, scheidet aus. Ab sofort steuert er stattdessen den Bereich Qualitätssicherung Business Partnering für CI-Händler und Kooperationspartner im Bereich von Intersport-Vorstand Frank Geisler, teilt die Verbundgruppe mit. Die Sanierung der Intersport-Tochter Sport Voswinkel werde er "weiter in beratender Funktion begleiten", heißt es in einer Mitteilung.
Helge Mankowski
Quelle: Intersport
Bei Voswinkel war Mankowski seit 2017 Teil der Geschäftsführung gewesen, der nun noch Anna-Lena Schulte-Angels sowie Marcus Neul angehören. Am 24. April hatte Sport Voswinkel beim Amtsgericht Dortmund die Einleitung eines Schutzschirmverfahrens beantragt (spomo berichtete). Das Unternehmen mit bundesweit 74 Filialen und etwa 1.200 Mitarbeitern war in eine finanzielle Schieflage geraten, die es auf Frequenzrückgänge und damit verbundene Umsatzeinbußen, erhöhten Wettbewerbsdruck durch Onlinehandel und Discounter sowie Filial-Standorte mit schlechten Umsätzen zurückführte.
Der Sport-Voswinkel-Generalbevollmächtigte Dr. Lorenzo Matthaei von der Frankfurter Kanzlei Finkenhof Rechtsanwälte setzt insbesondere auf den Retail-Routinier Neul und dessen Handelsexpertise große Hoffnungen bei der Restrukturierung. "Marcus Neul ist mit seiner Erfahrung eine hervorragende Ergänzung der Geschäftsführung. Mit dieser Entscheidung fühlen wir uns für den weiteren Prozess des Schutzschirmverfahrens sehr gut aufgestellt", sagte er im Mai anlässlich von Neuls Bekanntgabe als gleichberechtigter Co-Geschäftsführer.
Mankowski hatte vor seiner Tätigkeit bei Sport Voswinkel als Key-Account-Betreuer die großen Intersport-Häuser in der Heilbronner Zentrale in Heilbronn beraten. 2014 und 2015 war er als Geschäftsführer der Sportpoint-Gruppe zudem maßgeblich für die erfolgreiche Integration von Sportpoint in den Verbund verantwortlich, betont Intersport in einer Erklärung.
Frank Geisler
Quelle: Intersport
Dass Mankowski in die Zentrale zurückkehren könnte, hatte Intersports Kooperationspartner-Vorstand Frank Geisler bereits im Mai angedeutet (s. spomo-Artikel). "Vor drei Jahren hat Helge Mankowski Sport Voswinkel als Geschäftsführer in extrem schwieriger Lage übernommen und die notwendige Sanierung des Unternehmens aktiv vorangetrieben", sagt Geisler nun in einem Statement. "Wir freuen uns, dass wir von seiner Kompetenz und Erfahrung jetzt in unserer Dienstleistungsorganisation in Heilbronn profitieren können."
Mankowskis neue Rolle in der Zentrale beschreibt Intersport als wichtige Schnittstellenfunktion zwischen den Vorstandsbereichen von Frank Geisler und Mathias Boenke. Zu seinen Aufgaben zähle unter anderem die Definition und Weiterentwicklung geeigneter Qualitätsstandards für CI-profilierte Intersport-Häuser inklusive der Abgrenzung zu den Kooperationspartnern im Sinne der Stärkung der Marke Intersport und der Strategie "Best in Sports". "Unser Ziel ist, die Marke Intersport im Außenauftritt zu stärken. Dazu ist es notwendig, Standards festzulegen, die der Wiedererkennbarkeit der Marke dienen", skizziert Geisler.


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