Strategie
03.02.2019, 12:32 Uhr

Intersport will zur Sportplattform werden

Der Verbund richtet sich neu aus: In den kommenden Jahren möchte Intersport zur größten Sportplattform in Europa avancieren. Details dazu teilte der Vorstand auf der Ispo Munich mit.
Intersport-Vorstand: (v.l.n.r.) Mathias Boenke, Alexander von Preen, Frank Geisler, Franz Rumer 
(Quelle: Intersport)
Um das Ziel zu erreichen, die größte europäische Sportplattform zu werden, positioniere sich Intersport als „Brand Builder“ und knüpfe Kooperationen mit starken Partnern, ließt die Verbundgruppe auf der Ispo Munich verlauten. Das Serviceangebot für die Händler werde ausgebaut und die Händlerorganisation gestärkt.
2018 hat Intersport nach eigenen Angaben in Deutschland, Österreich, der Slowakei, Tschechien und Ungarn 3,53 Milliarden Euro umgesetzt, das entspricht einem leichten Umsatzrückgang von einem Prozent gegenüber dem Vorjahr im 5-Länder-Verbund.In Deutschland musste Intersport ein Umsatzminus von drei Prozent auf 2,85 Milliarden Euro hinnehmen. In Österreich hingegen konnte die Verbundgruppe ein Plus von acht Prozent auf 0,58 Milliarden Euro erwirtschaften.
Selten sei ein Jahr für den Sporthandel so herausfordernd gewesen wie 2018, stellt Intersport fest. Gründe dafür seien der Jahresstart ohne Schnee im Januar, der lange heiße Sommer, das frühe Ausscheiden des DFB-Teams bei der Fußballweltmeisterschaft und schießlich der milde Dezember. Im Ergebnis habe das Jahr 2018 den Intersport-Händlern im Fünf-Länder-Verbund ein Umsatzminus von einem Prozent beschert.
„Die Entwicklung der vergangenen Monate zeigt, wie herausfordernd die Situation für unsere Händler am Markt gerade ist“, erklärte CEO Alexander von Preen im Rahmen der internationalen Sportartikelmesse Ispo in München: „Während Baden/Wassersport sowie Bike witterungsbedingt zulegen konnten, haben wichtige Erlebnisbereiche wie Outdoor und Wintersport deutlich verloren.“
In Zukunft als Plattform
Antworten auf die Marktsituation liefere Intersport mit der vorgestellten Neuausrichtung zu einer Händlerorganisation. Künftig will die Verbundgruppe für Mitglieder und Kunden als übergreifende Plattform auftreten. „Wir verfügen mit über 1.100 Händlern und mehr als 1.800 Anschlusshäusern im Fünf-Länder-Verbund bereits heute über starke regionale Netzwerke. Diese werden wir in Zukunft noch intelligenter miteinander verbinden, um an jedem Kontaktpunkt zum Sport genau das richtige Angebot für unsere Kunden zu haben“, skizziert CEO von Preen die Vision. „Im Flächengeschäft wollen wir mit unseren Händlern weiter die Nummer eins sein, was Größe, Professionalität, Leistung, Qualität und Reichweite betrifft.“
Gleichzeitig baue der Verbund sein Serviceangebot für die Händler aus und positioniere sich klar als „Brand Builder“ – für Vorstand Mathias Boenke ein wesentliches Versprechen an die Sportartikelindustrie, der man auf Augenhöhe gerne die Hand reiche: „Unser Anspruch als Brand Builder ist es einmal, durch unseren neuen Category Management-Ansatz jederzeit das beste Sortiment bereitzustellen, und darüber hinaus, den Kunden durch unsere vielfältigen Dienstleistungen als Händlerorganisation beste Beratung, beste Erlebnisqualität, beste Digitalerfahrungen sowie besten Service zu bieten.“ Ziel sei es, über starke Partnerschaften und Kooperationen zur größten Sportplattform Europas zu werden.
Neue Trendstudie: der Intersport Sportreport
In einer großangelegten repräsentativen Studie habe die Verbundgruppe untersucht, wie die rund 118 Millionen Menschen im Fünf-Länder-Verbund ihrer Leidenschaft zum Sport nachgehen. Der Intersport Sportreport beleuchte die sportliche Aktivität, die Interessen, die Motivation und Trendthemen. In Deutschland treiben demnach über die Hälfte aller Befragten mehr als einmal die Woche Sport. Die beliebtesten Sportarten der Deutschen sind Laufen, Schwimmen, Radfahren und Fitness.
Die Studie widme sich darüber hinaus dem Trend „eSports“: Wie verhalten sich traditioneller und digitaler Sport zueinander? Das Fazit: Es gibt positive Wechselwirkungen zwischen beiden. In ihrem Mindset haben eSportler starke sportliche Attribute wie Teamgeist, Streben nach geistiger Fitness und Leistungsbereitschaft fest verankert. 

Autor(in) sport+mode Redaktion


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