2018er-Zahlen 03.02.2019, 12:36 Uhr

Intersport-Lieferantenranking: Die Großen an der Spitze

Das zur Ispo präsentierte Lieferantenranking von Intersport zeigt, wie sich der Rausverkauf der 60 wichtigsten Marken bei den Mitgliedern der Verbundgruppe 2018 entwickelt hat – und einige Trends.
Intersport-Zentrale Heilbronn
(Quelle: Intersport)
Keine großen Überraschungen auf den obersten Rängen gibt es beim jüngsten Intersport-Lieferantenranking: Die wichtigsten sechs Marken des vergangenen Jahres rangieren wiederum an der Spitze.
Angeführt wird die Spitzengruppe wenig überraschend von Adidas und Nike. Auf dem Bronzeplatz rangiert die Amer-Gruppe mit ihren Marken. Rang 4 belegt Asics, in Deutschland immer noch Marktführer bei Laufschuhen. Position 5 haben sich die Italiener von Campagnolo gesichert, die den Mittelpreismarkt bei Textilien in Deutschland einen großen Schritt vorangebracht haben. Outdoorschuster Lowa hat sich wie auch im vergangenen Jahr Position 6 gesichert. Doch nach dieser Konstanz auf den Toprängen lassen sich bereits interessante Entwicklungen ausmachen, die aussagekräftige Infos über Markttendenzen preisgeben.
Fachhandelsorientierung zahlt sich aus
So konnte sich Puma um zwei Plätze von Rang 9 auf Position 7 verbessern. Die konsequente Rückbesinnung der Marke auf ihre Sportwurzeln zahlt sich scheinbar aus. Auch die Pflege des Fachhandels, die die Herzogenauracher seit einiger Zeit wieder praktizieren, schlägt sich jetzt offenbar auch im Geschäft mit den Intersport-Mitgliedern nieder. Jack Wolfskin hingegen ist anscheinend noch nicht komplett am Ende seiner Durststrecke bei den Händlern angekommen: Die Hessen verlieren einen Platz auf Rang 8. Allerdings hatte die Tatzen-Marke in der Vergangenheit bereits größere Verluste zu verzeichnen, was Mut macht, dass sich allmählich eine Stabilisierung einstellen könnte.
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Das PDF zeigt das Intersport-Lieferantenranking 2018 im Detail
Die VF Group mit ihren Marken The North Face, Timberland, Eastpak und Reef rückt hingegen drei Ränge auf Position 10 vor. Insbesondere The North Face zeigt sich in der jüngeren Vergangenheit mit deutlich höherer Orientierung und besserem Service Richtung Fachhandel. Eine Investition, die sich auszuzahlen beginnt.
Fjällräven/Hanwag rücken von Platz 16 auf Rang 13 vor. Eine Erklärung hierfür könnte sein, dass insbesondere der Rausverkauf bei Fjällräven im abgelaufenen Jahr positiv gelaufen ist. Der Retro-Rucksack Konken erfreute sich 2018 noch großer Beliebtheit als Lifestyle-Produkt. Allerdings könnte dieser Trend damit seinen Gipfel überschritten haben.
Klares Profil gefragt
Große Pläne müssen nicht immer dauerhaftes Wachstum garantieren: Diese Erfahrung macht offenbar die Marke Under Armour. Die US-Amerikaner haben nicht nur Schwierigkeiten im Heimatmarkt, auch in Deutschland haben sie im vergangenen Jahr an Boden verloren und rutschen im Lieferantenranking der Intersport von Rang 14 auf Position 17 ab.
Weiter belohnt für einen konsequenten, eigenständigen Weg wird hingegen die Laufschuhmarke On, die einen Riesensatz nach oben macht: Satte elf Plätze macht On gut, findet sich am Ende des Jahres 2018 auf Position 18 der wichtigsten Lieferanten von Intersport wieder. Generell profitieren Marken, die über ein eigenes, unverwechselbares Profil verfügen und Gesicht in der Masse sind.
Tecnica gewinnt etwa sieben Plätze hinzu, rangiert auf Position 31. Die Italiener haben im Outdoorschuhsegment mit ihrer Customizing-Technologie für Aufsehen gesorgt: Die Modelle der Forge-Reihe lassen sich mit geringem Aufwand auf der Fläche an den jeweiligen Kunden anpassen. Ein Ansatz, von dem sowohl die Marke als auch der stationäre Fachhandel profitiert. Ortovox ist ebenfalls ein Beispiel dafür, wie eine eigene, unverwechselbare Handschrift bei Kollektionen Früchte trägt. Auch für diese Marke geht es steil nach oben – sie rangiert nun vier Plätze höher als im Jahr 2017, auf Rang 33. 

Autor(in) sport+mode Redaktion


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