Halbjahresbilanz 2018/19 25.06.2019, 11:17 Uhr

Intersport Austria steigert Umsatz um 3,5 Prozent

Wachstumsmotor E-Bike: Die Verbundgruppe profitiert in Österreich stark vom Zweiradtrend. Aber auch Outdoor, Running und das Wintersport-Verleihgeschäft hätten zum Wachstum beigetragen, erklärt sie bei der Vorstellung ihrer Halbjahresergebnisse.
E-Bike-begeistert: Intersport Austria-Geschäftsführer Thorsten Schmitz (l.) und David Tews, Ressortleiter Marketing Intersport Austria und Deutschland
(Quelle: Intersport Austria)
"Wintersport nach wie vor top, Bike als Umsatztreiber" – so charakterisiert Intersport Austria das Geschäfts-Halbjahr 2018/19. Sie konnte ihren Umsatz darin um 3,5 Prozent auf rund 441 Millionen steigern, meldet die Verbundgruppe. In den Zahlen sind die Ergebnisse der aus Österreich geführten Märkte Slowakei, Tschechien und Ungarn enthalten. Der Anteil von Intersport Austria am Gesamtumsatz beläuft sich laut Mitteilung auf 383,7 Millionen Euro.
E-Bikes elektrisieren Käufer
Wesentlichen Anteil an der Entwicklung hätten E-Bikes – sie seien mit einem Umsatzplus von 60,5 Prozent "der absolute Renner", stellt Intersport Austria fest. "Hier zeigt sich die Begeisterung für das neue Trendsportgerät und das Bedürfnis der Kunden nach intensiver Beratung vor dem Kauf", erklärt Geschäftsführer Thorsten Schmitz. "Mit unserer Kampagne 'Home of Bike' konnten wir die Kunden von der Kompetenz unserer Händler überzeugen." Zudem habe der Intersport Sportreport 2018 gezeigt, dass Radfahren weiterhin die Topsportart bei den Österreichern ist. Jeder zweite gehe regelmäßig Radfahren.
Intersport werde auch künftig ganz stark auf das Thema Bike setzen, unterstreicht die Verbundgruppe. Ihre "Rundum Sorglos"-E-Bike-Versicherung, die Intersport exklusiv am österreichischen Markt anbiete, umfasse nicht Diebstahlsschutz, sondern auch Verschleißteile, Reparaturen, einen Akkuschutz und einen Pick-up-Service. Zudem werde Intersport seine Anstrengungen in der Erlebniswelt Bike forcieren und seinen Kunden Events anbieten.
Umsatztreiber Wintersport-Verleihgeschäft und Outdoor, Running
Im Winter wurden besonders Tourenausrüstung, Langlaufausrüstung und Snowboards nachgefragt, resümiert Intersport Austria. Aber auch das Thema Ski Alpin sei bei den Österreichern nach wie vor in. Die Intersport Rent-Händler in den Tourismusregionen hätten trotz der Wetterkapriolen im Januar ein Umsatzplus von 6,4 Prozent erzielt und damit die Erwartungen übertroffen. Für die kommenden Jahre sieht die Verbundgruppe hier noch "enormes Potenzial", heißt es in ihrer Mitteilung.
Im Frühjahr und Sommer sind vor allem die Erlebnisbereiche Outdoor und Running mit einem zweistelligen Wachstum maßgeblich für das Umsatzplus verantwortlich, bilanziert Intersport Austria. Die vermehrten Käufe von Outdoorbekleidung und Runningschuhen würden die Ergebnisse des Sportreport 2018 bestätigen.
Wandern wird jünger und modischer
Zudem wandle sich im Outdoorbereich die Zielgruppe: War Wandern früher eher für die Zielgruppe 50 plus, sehe man nun alle Altersklassen am Berg. "Vor allem auch junge Leute und Familien zieht es ganz stark raus in die Natur", stellt Schmitz fest. Der Fashion-Aspekt bei der Bekleidung und das Thema Qualität und Beratung würden vor allem bei dieser Zielgruppe immer wichtiger.
Daher sei für Intersport die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter ein wesentlicher Erfolgsfaktor. "Für die Mehrheit der Kunden ist Beratung beim Kauf von Outdoorprodukten wichtig. Wir erleben die Kunden zunehmend informierter. Sie wollen für ihre Lieblingssportart hochwertige Ausrüstung und detaillierte Informationen. Das bekommen sie eben nicht beim Diskonter", betont der Geschäftsführer.
Neuer Webshop als Händlerplattform
Hohe Erwartungen hat die Verbundgruppe an den neuen Intersport-Webshop, der Anfang Juni online ging. Er habe sich vom einfachen Onlineshop zu einer Händlerplattform weiterentwickelt, die nun alle Mitglieder mit einbinde und die Chance biete, stationär und online problemlos zu verknüpfen.
"Die Intersport-Mitglieder können ab sofort Pakete an Kunden verschicken, die zuvor nicht im Geschäft waren, nun aber vielleicht künftig stationäre Kunden werden – weil sie entweder von Intersport begeistert sind oder weil sie zum Händler kommen, wenn die Ware vielleicht doch nicht passt", argumentiert Thorsten Schmitz. "In diesem Moment wird für das Mitglied spürbar, welche Chancen in der Verzahnung liegen."
Der Kunde hingegen bemerke keine Veränderung, er kaufe weiterhin bei Intersport. Zudem biete der neue Onlineshop besseren Content sowie mehr an Inspiration und Erlebniswelten.


Das könnte Sie auch interessieren