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Marcus König Disruptive Strategien
Gastautor Marcus König über das Modewort "disruptiv" (Foto: MM-PR)

Disruptives WAS? Wie innovative Trendsetter etablierten Unternehmen den Spiegel vorhalten

  • 21.02.2017
  • sport+mode-Redaktion

Jetzt sind wir also soweit. Das Dampfschiff hat das Segelschiff ersetzt, das Auto die Pferdekutsche und die Digitalfotografie eine ganze Branche nachhaltig verändert. Doch das ist alles schon lange her. Vergangenheit! Nach Aussage von Gastautor Marcus König haben wir uns daran gewöhnt und den disruptiven Vorgang erfolgreich aus den Köpfen verbannt, verdrängt oder einfach nur vergessen.

Heutzutage ereifern wir uns über neue Unglaublichkeiten, wenn die Firma „Uber“ Taxifahren anders denkt, oder Airbnb das Reisen neu definiert. Schnell haben wir das Modewort disruptiv auf der Zunge und benutzen es für alles Neue – ob es passt oder nicht. Harte Zeiten auch für Fleisch und Wurst, drängt doch ein neuer Marktbegleiter ein: Tofu. Sozusagen das Airbnb der Fleisch- und Wurstwaren. Geht die Erfolgsgeschichte so weiter, finden unzählige Steaks, Bratwürste und Aufschnittsorten keine Verwendung mehr, sind dann sozusagen überflüssig. Wo ist der öffentliche Aufschrei über die Ungerechtigkeit von Grillen 4.0?

Die Schalen der Innovationszwiebel

Eine disruptive Technologie (Englisch „to disrupt“, unterbrechen) ist eine Innovation, die eine bestehende Technologie, ein bestehendes Produkt oder eine bestehende Dienstleistung möglicherweise vollständig verdrängt. So schreibt Wikipedia. Der US-amerikanische Wirtschaftswissenschaftler Clayton M. Christensen hat den Begriff der disruptiven Innovation zuerst geprägt. In seinem Buch The Innovator's Dilemma spricht er in diesem Zusammenhang von der dritten Schale der Innovationszwiebel, bei der einem schon die Tränen kommen können, da bisher bekannte Routinen vollkommen über den Haufen geworfen werden. Als vierte Schale wird dann das Bewusstsein disruptiver Innovationen genannt – also die wissentliche Beschäftigung mit der Möglichkeit, zerstörerisch zu sein oder eine derartige Wirkung zu erfahren. Es kristallisieren sich zwei wesentliche Arten disruptiver Technologie heraus:  

1. Low-End-Disruption: Hier existiert der Markt bereits und die neuen Player greifen mit Unterbieten der existierenden Spielregeln an. Beispiele sind hier Uber, Ryan-Air oder Airbnb.  

2. New-Market-Disruption: Hier handelt es sich um Produkte, die oft einfacher und leichter zu handhaben sowie günstiger sind als die etablierten Erzeugnisse. Als prominentes Beispiel dient der Actionkamera- Hersteller GoPro.

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