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Pepper.com analysiert das Jahr 2016 für Internethändler (Foto: Bet_Noire/iStock/Thinkstock)

Analyse auf Basis von Similar Web-Daten: So lief das Jahr 2016 für deutsche Internethändler

  • 02.02.2017
  • sport+mode-Redaktion

11,18 Milliarden Besuche ihrer Onlineshops konnten die zwanzig größten Internethändler vergangenes Jahr für sich verbuchen. Amazon, eBay, Otto, Media Markt, Zalando und Co. sind damit um 12,1 Prozent in der Gunst der Konsumenten gestiegen. Doch wie gut haben die einzelnen Händler 2016 wirklich abgeschnitten? Wie informierten sich Konsumenten vor dem Kauf im Internet und welche Rolle spielten soziale Netzwerke im Vergleich zu Klassikern wie Newslettern oder Werbebannern? Die Social-Commerce-Gruppe Pepper.com hat Zahlen des Marktforschungsunternehmens analysiert, um Antworten auf diese Fragen zu finden.

Amazon vergrößert seinen Abstand auf die Verfolger, Lidl gewinnt am stärksten hinzu

Die Kräfteverhältnisse im deutschen Online-Handel sind schnell beschrieben: Es gibt Amazon und danach lange Zeit nichts. 4,79 Milliarden Mal riefen Verbraucher den Marktplatz Amazon.de im Jahr 2016 auf. Gegenüber dem Jahr 2015 konnte Amazon seine Reichweite in Deutschland damit um 15,03 Prozent steigern. Noch wichtiger für den E-Commerce-Riesen aus Seattle dürfte indes ein anderer Fakt sein: Amazon konnte in den letzten zwölf Monaten nicht nur deutlich an Popularität hinzugewinnen, sondern wuchs auch schneller als die direkte Konkurrenz.

Amazon konnte in den letzten zwölf Monaten nicht nur deutlich an Popularität hinzugewinnen, sondern wuchs auch schneller als die direkte Konkurrenz.

Weder der Zweitplatzierte eBay.de (2,87 Milliarden Visits in 2016, +11,85 Prozent gegenüber 2015) noch Otto.de (371,55 Millionen Visits, -9,12 Prozent), hinter eBay-Kleinanzeigen.de (1,23 Milliarden Visits, +11,85 Prozent) auf Rang 4, konnten 2016 ähnlich stark an Popularität gewinnen.

Und doch bringt ein Blick auf die weiteren Plätze der Top-20 des deutschen Online-Handels noch einige andere Erfolgsgeschichten zum Vorschein: Der Elektronikhändler Media Markt etwa konnte die Zahl seiner Online-Shop-Besucher 2016 um 11,18 Prozent auf 221,26 Millionen steigern und rangierte damit noch vor dem Börsenliebling Zalando (190,83 Millionen Visits, 3,95 Prozent) auf Platz fünf des Reichweitenrankings. Noch kräftiger legten der Musikfachhändler Thomann.de (Rang 7, 189 Millionen Visits, +24,83 Prozent), Conrad.de (Rang 11, 127,68 Millionen Visits, +12,55 Prozent) und Notebooksbilliger.de (Rang 16, 93,29 Millionen Visits, +22,09 Prozent) zu.

Der Online-Shop des Discounters Lidl machte den größten Sprung nach vorne: Die Zahl der Lidl.de-Besucher wuchs gegenüber dem Jahr 2015 um 30,71 Prozent, auf 157,24 Millionen Visits. Im Reichweitenranking lag Lidl.de damit vor Saturn (138,98 Millionen Visits, 3,28 Prozent) und Ikea (132,35 Millionen Visits, +9,83 Prozent) auf dem achten Platz.

Direct-Type-ins bleiben die wichtigste Traffic-Quelle

Der Erfolg der zwanzig größten Internethändler hing — wie schon in den Vorjahren — auch 2016 ganz wesentlich von ihrer Markenbekanntheit ab: Gut jeder zweite Besucher (50,83 Prozent, 5,68 Milliarden Visits) rief einen der zwanzig Online-Shops und Marktplätze direkt über die Eingabe der jeweiligen Internetadresse auf. Neben Tchibo (63,79 Prozent, 67,95 Millionen Visits) und dem Elektronikhändler Pearl (59,37 Prozent, 32,59 Millionen Visits) profitierten dabei auch die beiden Marktführer Amazon und eBay von ihrer loyalen Kundschaft: Bei Amazon trugen Direct-Type-ins letztes Jahr 51,59 Prozent (2,47 Milliarden Visits), bei eBay.de sogar 57,68 Prozent (1,65 Milliarden Visits) zur Reichweite bei.

Weniger Glück hatten im letzten Jahr gleich sechs der zwanzig reichweitenstärksten Internethändler: Notebooksbilliger.de (39,57 Prozent, 36,92 Millionen Visits), Thomann (39,56 Prozent, 74,77 Millionen Visits), Media Markt (37,92 Prozent, 83,90 Millionen Visits) und der DIY-Marktplatz Dawanda.com (35,34 Prozent, 39,34 Millionen Visits) mussten für mehr als 60 Prozent ihrer Reichweite, Ikea (31,32 Prozent, 41,45 Millionen Visits) und H&M (30,02 Prozent, 24,91 Millionen Visits) sogar für zwei von drei Besuchern die Werbetrommel rühren.  

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