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Es ist eine der Königsdisziplinen für jeden Händler: seine Ware im richtigen Licht zu präsentieren (Foto: Oktalite)

Ins rechte Licht rücken

  • 01.06.2015
  • jal

Beleuchtung – Wie das Institut 
für Handelsforschung IFH in Köln 
in seinem neuen „Branchenfokus Leuchten und Lampen“ herausgefunden hat, hat dieser Markt im Jahr 2014 erstmals ein Volumen von über fünf Milliarden Euro erreicht. Das Plus liegt bei 
2,8 Prozent. Markttreiber über 
alle Segmente hinweg sind LEDs.

Wie soll das Fenster am besten beleuchtet werden? (Foto: Oktalite)
Und in welchem Licht findet Rudi Völler seine Lieblingsartikel am schnellsten? (Foto: Oktalite)

Effizienz, Lebensdauer, Lichtqualität – das sind die Argumente für Licht Emittierende Dioden, kurz: LED. Beleuchtung im Handel kann Kunden Orientierung geben, indem sie etwa Waren und Auslagen betont oder Kassen und andere Shopbereiche hervorhebt; Lichtwerbung an Fassaden und beleuchtete Schaufenster können Kunden anziehen. Auch die emotionale Wirkung des Lichts sollte nicht unterschätzt werden – so kann eine durchdachte Beleuchtung eine anregende Atmosphäre schaffen, in der sich Kunden wohlfühlen und die zum Kaufen einlädt. Zudem kann eine gute Beleuchtung das Personal bei der Arbeit unterstützen, indem sie hervorragende Sehbedingungen schafft.

Hohe Energiekosten senken

Immer mehr Einzelhändler setzen nicht nur wegen dieser Vorteile auf LED-Beleuchtung in ihrem Laden – vor allem die Einsparungsmöglichkeiten sind dabei von großem Interesse. Doch sparen kann nur, wer sinnvoll plant, denn LED sollten gezielt eingesetzt werden. Denn, so steht es im „Store Book 2015“ des Deutschen Ladenbau Verbandes dlv – Netzwerk Ladenbau, „noch ist LED nicht die Lösung für alle Probleme und sollte erst recht nicht als allgemeingültiger Ersatz für konventionelle Technologien gesehen werden.“ Fakt ist: Die Beleuchtung ist ein hoher Kostenfaktor, für jeden Einzelhandel. Laut Experten macht sie im Nonfood-Handel über 60 Prozent der Gesamtenergiekosten und rund 25 Prozent des Stromverbrauchs aus. Allgemeinbeleuchtung, Akzentbeleuchtung, Lichteffekte sind Schlagwörter, mit denen sich ein Geschäftsbesitzer auseinander setzen muss. Die Größe des Geschäftes spielt ebenso eine Rolle wie die damit verbundene Frage, wie stark hier das Tageslicht einfällt und wie lange die Beleuchtung jeden Tag brennt. Findet man auf diese Fragen sinnvolle Antworten, kann man im Laufe eines Jahres eine Menge Geld sparen.

Entscheidend ist die Ausgangslage

„Bei Ausnutzung aller möglichen Energieersparnisse können bis zu 80 Prozent Energie eingespart werden“, sagt Birger Schmidt, Business Development Manager bei Philips, und sagt: „Mit LED kann grundsätzlich Energie gespart werden.“ Wie viel Geld der Händler bei Umstellung auf LED tatsächlich sparen kann – Experten sprechen von einer Amortisierungszeit von ein bis drei Jahren – ist pauschal nicht zu beantworten. Grundsätzlich sei aber ausschlaggebend, in welchem technischen Zustand sich die Bestandsanlage befindet. Die Tdx GmbH zum Beispiel bietet eine Amortisierungsrechnung für die Beleuchtung an, anhand derer der Händler ein Gefühl dafür bekommen soll, wie hoch seine potenziellen Einsparungsmöglichkeiten sind. Geschäftsführer Jörg Ludwig konkretisiert: „Wie viel Geld man sparen kann, hängt von vielen Faktoren ab. Ein Vorher-Nachher-Vergleich bis ins Detail macht Sinn. Hierzu zählen neben der Analyse der Leistungsaufnahme der Beleuchtung auch die Bewertung der Heizung und Kühlung.“ Auch die Dämmung müsse analysiert werden.

Je länger die Laufzeiten, je aufwendiger der Tausch, je veralteter das Vorgänger-Leuchtmittel, desto größer das Sparpotenzial.

                                                          Christian Bölling, Osram

„Das Einsparpotenzial hängt immer davon ab, was vorher eingesetzt wurde“, sagt auch Jessica Schilling, Geschäftsleitung von Max Franke. „Wenn ein Händler noch 70-Watt-Leuchten einsetzt, dann ist das Einsparpotenzial enorm.“ In solche einem Fall könne sich die Investition in LED-Beleuchtung bereits nach einem Jahr amortisieren, sagt Schilling. Christian Bölling, Unternehmenssprecher bei Osram, bringt es auf folgende Formel: „Je länger die Laufzeiten, je aufwendiger der Tausch des Leuchtmittels und je veralteter das Vorgänger-Leuchtmittel, desto größer ist das Sparpotenzial.“

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