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Die kleinen elektronischen Helfer – nutzt der Handel ihr Potenzial? (Foto: Thinkstock)

Sporthändlers kleine Helfer

  • 19.05.2015
  • Ast

Sportelektronik – Die kleinen elektronischen Freunde haben auch Einzug in den Sportmarkt gehalten – Activity Tracker und Pulsuhren sind nur zwei wesentliche Segmente der Sportelektronik. Wie sieht die Marktlage in Deutschland aus? Nutzt der Handel seine Chancen? sport+mode nennt Zahlen, Fakten und Tendenzen.

Wearables – unter diesem Oberbegriff subsumieren Experten die elektronischen Helfer im Sportmarkt. Die Fachleute schätzen die Marktgröße für diese Produkte in Deutschland auf 90 Millionen Euro. Dabei steigt die Nachfrage nach diesen Produkten insgesamt stark, betont Markus Moller, Chefeinkäufer Hartware der Intersport. Der Markt hat sich in den vergangenen Jahren deutlich vergrößert. „Activity Tracker und andere elektronische Produkte nehmen an Bedeutung stark zu“, sagt Moller. Allerdings ist das Geschäft alles andere als transparent, häufig herrscht Begriffsverwirrung. „Die Abgrenzung der verschiedenen Untergruppen wie etwa Smart Watches, Activity Tracker oder Sportcomputer ist oft nicht zu 100 Prozent klar“, konstatiert der Intersportler. Unter der Bezeichnung Health & Fitness fallen nach Ansicht des Experten Fitness Tracker, aber auch Sportcomputer, die zum Teil ebenfalls die Funktionen eines Trackers integriert haben. Moller: „Der Bereich Health & Fitness macht aktuell den meisten Umsatz unter den Wearables aus.“ Wie sieht die Marktstruktur in Deutschland bei diesen Produkten aus? sport+mode hat Zahlen des führenden Marktforschungsinstituts GfK vorliegen, die Licht ins Dunkel bringen.

Online stark

Der Großteil der Health & Fitness Tracker in Deutschland wird über das Internet verkauft. 57 Prozent der Produkte fließen über diesen Kanal ab. Nur 43 Prozent dieser Wearables kaufen die Kunden stationär, egal, ob im Sport- oder Elektronikfachhandel. „Grundsätzlich ist der Anteil an Onlineverkäufen bei Wearables sehr hoch und je nach Kategorie bei über 50 Prozent“, kommentiert Moller die Lage. Nur eine geringe Preisdifferenz ist bei Health & Fitness Trackern zwischen den Kanälen auszumachen. Durchschnittlich 74 Euro zahlen die Kunden in Deutschland für diese Produkte, wenn sie online kaufen. Beim Erwerb in einem Laden legen sie 76 Euro auf den Tisch. Bei Sportcomputern sieht die Lage ähnlich aus. 55 Prozent der Käufe finden hier über das Web statt, 45 Prozent in einem Geschäft. Im Schnitt liegt der Preis für einen Sportcomputer im Laden bei 111 Euro, im Netz zwei Euro niedriger.

Glossar:

Smartwatch bezeichnet intelligente, vernetzte Uhren, die ihren Nutzern meist in Zusammenarbeit mit Smartphones einen schnellen Überblick über wichtige Neuigkeiten bieten.

Activity Tracker steht für ein Gerät oder eine Applikation, die Daten misst und versendet, die Aussagen über den Fitness­zustand geben. Beispiele sind Infos über ­Kalorienverbrauch, Herzfrequenz oder Schlafqualität. Der Begriff bezeichnet meistens elektronische Überwachungsgeräte, die am Körper getragen werde.

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