sport+mode
Goodboards bietet Snowboards "handmade in Europe" (Foto: Goodboards)

Goodboards wehrt sich gegen Rabattaktion

  • 25.11.2014

Ein Fall einer vorzeitigen Preisreduzierung erregt die Gemüter bei der bayerischen Edel-Boardsportmarke Goodboards am Ammersee. Ein Händler wollte mit der Aktion den Umsatz ankurbeln, Goodboards sieht die Preisstabilität seiner Ware in Gefahr.

Der Streitfall: Anlässlich seines 25. Geschäftsjubiläums hatte ein Händler aus dem Ruhrgebiet Anfang November zwei Wochen lang sämtliche Snowboards um 20 Prozent reduziert angeboten, eingenommen Produkte des Herstellers Goodboards. Mit Goodboards war die Aktion nicht abgesprochen.  

Die Premiummarke verfolgt eine selektive Vertriebsstrategie und proklamiert Preisstabilität. Vorzeitige Rabattaktionen in der Hauptsaison duldet sie laut eigener Aussage nicht. Die zwei Positionen stehen folglich gegeneinander.     

Firmengründer und Goodboards-Geschäftsführer Josef Holub bat den Händler daraufhin, Goodboards aus der Aktion heraus zu nehmen. Als dieser der Bitte nicht Folge leistete, sei er persönlich angereist und wollte die bereits gelieferte aber noch nicht bezahlte Ware wieder mitnehmen. Vor Ort habe man eine für beide Seiten akzeptable Lösung gefunden. „Wir wollen nicht zuschauen, wie die Preise bereits so früh in der Saison kaputt gemacht werden“, begründet Holub den Schritt. „Wir können Preise nicht durchsetzen, aber wir können an Händler appellieren, sich an die Preisvorgaben zu halten. Und jeder Laden, der gesund wirtschaftet, ist dafür, da er seine Kosten nicht vom Umsatz, sondern vom Gewinn zahlt.“

Eine Grundsatzentscheidung  

Holub geht es bei dem aktuellen Fall nicht um eine Einzelfall-, sondern um eine Grundsatzentscheidung. „Wir können das System nicht verändern, weil jeder Händler seine eigene Interesse wahrnehmen muss und mit bezahlter Ware machen kann, was er will. Bei uns melden sich aber immer wieder Shops, die sich über Rabatte bereits in der Hauptsaison bei ihren Mitbewerber beschweren. Das kostet uns viel Zeit und Arbeit. Da die preisagressiven Handlungen in letzten Jahren extrem zugenommen haben, wollen wir nicht nur sprachlos zuschauen. Auch wenn die Händler regional und im Internet im Wettbewerb stehen, sind wir absolut der Überzeugung, dass man fair bleiben kann und respektvoll mit der Konkurrenz umgehen soll.“

Verwandte Themen
Intersport Umsätze Oktober Outdoor Wintersport Freizeitmode Winter
Intersport: Oktoberumsätze leiden unter Wärme und weniger Verkaufstagen weiter
Hohenstein Group neue Struktur
Hohenstein Group strukturiert Arbeitsbereiche neu weiter
Messe Friedrichshafen OutDoor Running Center Jubiläum 25 Jahre
25. OutDoor setzt erneut Running-Schwerpunkt weiter
Agilität Agile Unternehmen Wolfram Müller
Agil um jeden Preis? – Wie Unternehmen mit dem richtigen Mindset die Transformation... weiter
Verkauf Oliver Schumacher Verkaufsgespräch
Öfter mal die Klappe halten! Warum Verkäufer so viel reden – und trotzdem nicht überzeugen weiter
Rossignol Händler Premiumhändler Nordic Event Spanien
Rossignol lädt Händler nach Spanien ein weiter