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Die Best of Bike versteht sich als österreichischer Branchentreff und Orderplattform (Foto: Best of Bike/Andreas Kolarik)

Radbranche tritt in die Pedale

  • 06.11.2014

Best of Bike – Der warme und absatzstarke Frühling sorgte für Höhenflüge, der Regensommer für den Dämpfer. Dennoch zog die österreichische Radbranche auf der dritten Auflage der Best of Bike (14. bis 16. September) eine insgesamt positive Bilanz. Auch die Messe selbst erhielt gute Noten. Ein Stimmungsbild

Die Radmesse zieht eine positive Bilanz der diesjährigen Veranstaltung

Wir sind auf dem besten Weg, mit der Best of Bike in der dritten Edition ein weiteres tolles Ergebnis hinzulegen“, befand Andreas Wetzer, Messeleiter der Best of Bike, bereits am ersten Messetag.

Um gut 1.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche hatte die einzige Fahrradfachmesse Österreichs gegenüber dem Vorjahr reduzieren müssen, da fünf Direktaussteller ­abgesprungen waren. 80 ­Direktaussteller, darunter auch eine Reihe von Neuausstellern, präsentierten laut Messeveranstalter Reed Exhibitions die Neuheiten von 290 Marken. „Damit hat sich im Vorjahresvergleich zwar das Flächenangebot, nicht aber das ­Markenangebot reduziert“, bilanzierte Andreas Wetzer gegenüber sport+mode, um im Folgenden die Relevanz der Messe für die österreichische Branche herauszustellen: „Die Messe ­bietet eine effektive Ordermöglichkeit für die Händler. Ein nationaler Markt lässt sich nur mit einer ­nationalen Fachmesse ideal bearbeiten.“

Exakt 2.134 Fachbesucher aus Österreich und dem benachbarten süddeutschen Raum hatten den Weg ins Salzburger Messezentrum gefunden. Das waren rund 200 Gäste weniger als noch im ­Vorjahr, aber die von den Messeorganisatoren ausgegebene „magische 2.000er-Grenze als Erfolgslatte“ war geknackt

Gute Stimmung

Auf Aussteller- wie Besucherseite empfand ­Wetzer die Stimmung als gut: „Die Saison ist aufgrund des Feedbacks, das ich erhalten habe, durchaus zufriedenstellend gelaufen. Der Trend zum Fahrrad – ob als Sportgerät oder Wegstreckenalternative, ob mit oder ohne E-Motor – hält an“, gab er seinen Eindruck wider.

Eine Einschätzung, die die vor Ort vertretenen Hersteller oder Großhändler im Standgespräch  teilten. „Der Saisonstart war herausragend, der Sommer hat uns aber leider ein Rekordergebnis verhagelt“, befand Rainer Kirch von HF Sport­vertrieb mit den Marken Giro und Prologo. Ähnlich berichtete Axel Obermayer, Marketing für Biker’s Best und Shimano beim Welser Distributeur ­Thalinger Lange. „Der Start war perfekt. Dann haben wir gehofft, mehr Regenbekleidung zu verkaufen, was leider nicht der Fall war.“

Das Wetter kann der Mensch nicht beeinflussen. Wohl aber eine radfreundliche Verkehrsinfrastruktur. Hier sieht Frederico Ferreira, Area Sales und Marketing Manager Austria bei Abus, die Politik unter Zugzwang und lobte Bemühungen wie die der Wiener Stadtpolitiker, die den Anteil des Fahrrads als Verkehrsmittel auf zehn Prozent bringen wollen – auch wenn andere europäische Städte wie etwa Kopenhagen weit höher lägen. „Für die Branche und gerade das Thema Bike-Computer ist es wichtig, dass die Politik die nötigen Rahmenbedingungen schafft“, stellte Ferreira klar. Lobende Worte fand der Abus-Mitarbeiter für die dritte Best of Bike-Ausgabe. „Die Messe bietet die Möglichkeit, in angenehmer, ruhiger Atmosphäre die Händlerkontakte zu vertiefen und direkt zu schreiben.“

Ähnliches befand Thorsten Heining, Area Manager Austria der englischen Urban-Kultmarke Brooks. „Wir haben keinen ­Außendienst in Österreich, umso wichtiger ist der direkte Händlerkontakt hier für uns“, so Heining. Thalinger Lange berichtete in der Nachmesse­bilanz von „einer besseren Orderqualität und Orderbereitschaft als im letzten Jahr.“

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