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SUP – spomo hat sich im Handel umgehört, wie das Segment so ankommt beim Kunden

Stehpaddeln – alles SUPer!?

  • 17.10.2014

Stand Up Paddling – Diese ursprünglich aus Polynesien stammende Wasser­sportart reitet derzeit auf einer tosenden Trendwelle. Einen richtigen Schub hat der Markt durch aufblasbare Boards erhalten. Fünf Händler berichten von ihren Erfahrungen mit SUP und verraten, wie man erfolgreich mitpaddeln kann.

Wolfgang Schumacher
Thomas Baumhauer
Buffi Gollhardt

Wolfgang Schumacher, Surf- und Sportshop Schumacher, Nürtingen:

»Wir bieten Stand Up Paddling seit fünf Jahren an und sowohl im Verleih als auch im Verkauf ist die Nachfrage sehr gut. Auch unsere Kurse und Events sind gefragt. Zulauf gibt es meiner Meinung nach von allen Wassersportarten. Klar, es ist etwas komplett Neues und hat keine Historie in Deutschland, natürlich ist das Wachstum dann enorm. Dieses Jahr hat der Sport allerdings einen kleinen Dämpfer aufgrund des schlechten Sommers erhalten. Wie sich SUP im Fachhandel künftig entwickelt, hängt stark davon ab, wer noch auf den Zug aufspringt. Wenn große Warenhäuser oder Aldi irgendwann SUP-Boards anbieten, wird es natürlich schwierig. Bleibt es im Sportfachhandel, wird es auch weiterhin gute Erlöse bringen.«  

 

 

Thomas Baumhauer, Sport Schmidt, Friedrichshafen:

»Prinzipiell existiert ein Markt, bei uns ist das Kaufverhalten aber noch sehr verhalten und im Vergleich deutlich schlechter als bei Kanu. Das schiebe ich auch darauf, dass fast ausschließlich aufblasbare SUP-Boards gekauft werden und da die Versender rege mitmischen. Vielleicht liegt es aber einfach daran, dass wir in diesem Jahr erst mit SUP, also Kurse, Verleih und Verkauf, angefangen haben und sich erst einmal etwas aufbauen muss. Ich denke, wir sind noch nicht am Ende der Entwicklung. Inwiefern der Fachhandel vom Trend profitieren kann, sei einmal dahin gestellt. Meist ist es ja so: Sobald ein Trend da ist, springt jeder auf.« 

 

 

Buffi Gollhardt,Intersport Adventure, Tübingen:

»Wir haben ein paar Boards auf der Fläche aufgebaut und die Dinger sind ein echter Kundenmagnet: Viele gehen hin, schauen sich die Boards genau an, wollen mehr über SUP wissen und sind begeistert. Was jedoch das tatsächliche Kaufinteresse angeht, werden wir nicht überrannt. Sieben Bretter haben wir dieses Jahr bislang verkauft und alle sind - mit einer Ausnahme - über Kurse rausgegangen. Bei der Kalkulation ist SUP zwar noch ein Minusgeschäft, aber ich denke, es ist eine Sportart, die sich festigen wird. Was ich beobachte: Zwischen der angesprochenen Zielgruppe und den tatsächlichen Käufern klafft eine Lücke. Der Sport wird als jung und cool vermarktet. Die, die dann aber kaufen, sind eher Ü30 oder Ü40 – also ältere und kaufkräftigere Kunden, die eher ein bisschen gemütlicher auf dem Wasser unterwegs sein wollen. Den jungen, coolen Skatern ist SUP zu langsam und langweilig.«

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