Ordercenter 07.12.2020, 08:02 Uhr

First Impression Day lockt Fachhandel ins MOC

Unter Einhaltung der aktuellen Vorgaben und Hygienekonzepte, fand am 25. und 26. November 2020 im MOC Ordercenter der First Impression Day statt. Viele nutzten diese Gelegenheit zum Sichten und anschließendem Ordern. 
(Quelle: MOC Ordercenter/Jan Frommel)
Gerade jetzt stellt die Plattform einen wichtigen Treffpunkt für den Fachhandel dar, um sich bei den rund 80 Marken aus dem Sport- und Sportstyle-Segment einen ersten Überblick über die neuen Kollektionen, Farben und Materialien zu verschaffen. 
Auf Grund der Corona-Pandemie müssen Messen häufig abgesagt werden. Für den Fachhandel bedeutet das aber auch, sich nicht mehr rechtzeitig über die neue Ware für die Saison H/W 21/22 informieren zu können. Viele Marken setzen zwar auf digitale Alternativen oder versuchen mittels Hausbesuch ihre Kunden zu erreichen, dennoch, der persönliche Kontakt, samt dem Sichten der neuen Ware live vor Ort, bleiben essentiell. Deswegen hatten Ende November einige Fachhändler den Weg ins MOC gesucht, um erste Orders zu besprechen und vor allem einen ersten Eindruck über die Innovationen des kommenden Winters zu bekommen. „Meine Kunden haben zwar auf Grund der momentanen Situation eher verhalten Termine vereinbart, aber der Zulauf war dann doch recht gut – wir sind zufrieden“, so Georg Danzer, Fjällräven.  
Im Vorfeld hatten mehr als 70 Mieter, mit namhaften Marken wie unter anderem ABS Lawinenairbag, Bergans of Norway, Dynafit, Fjällräven, Gruezibag, Haglöfs, Mammut, Ortovox, Puma, Pyua, Rossignol Apparel, Salewa, Salomon, Schöffel oder Ziener angekündigt, ihre Showrooms zu öffnen. Auch wenn im Gegensatz zu den letzten First Impression Days die Resonanz etwas geringer war, viele Mieter waren dann doch positiv vom Feedback der zwei Tage überrascht. „Der Zeitpunkt der Ispo ist zwar zu spät gewählt, dennoch fehlt eine wichtige Präsentationsplattform, wo sich die Branche austauscht, die Marken ihre Kollektionen zeigen und man den Kontakt hält. Umso wichtiger ist es jetzt, im Rahmen der MOC First Impression Days die Kunden zu treffen, Neuheiten zu zeigen und Ordergespräche zu führen“, erklärt Michael Vogel von Mammut. Dem kann David Günsel von Bergans nur zustimmen, „die Präsenz hier im Ordercenter ist für uns essentiell. Wir erreichen hier viele unserer Kunden im südlichen Raum. Die Atmosphäre ist entspannt und Kunden können gleich bei mehreren Marken Termine vereinbaren.“ Um so wichtiger sei es jetzt im Vorfeld, Innovationen zu zeigen, mit denen der Fachhandel in der kommenden Saison punkten kann. Dass das in der momentanen Situation für viele nicht einfach ist, weiß auch Moritz Kuhn, Haglöfs. „Die Lager sind voll, man kann das gebremste Verhalten vieler Händler gut nachvollziehen – dennoch der nächste Winter wird kommen und damit bestimmt auch die Lust, endlich wieder ohne Einschränkungen die Berge zu entdecken.“ 
Im Trend liegt momentan insbesondere Multifunktionsware, die am Berg bei sportlichen Aktivitäten ebenso funktioniert wie in der Stadt. Zudem gehen viele Wintersportmarken von einem Zuwachs im Segment Skitouring, Winterwandern, Winter-Running oder Nordic Sports aus. Ski Alpin bleibt momentan einer der Verlierer der Pandemie. Skigebiete bleiben noch bis Januar geschlossen, das Reisen zudem eingeschränkt, und das kurz vor dem wichtigen Weihnachtsgeschäft. „Händler müssen jetzt durchhalten und dürfen Ware nicht schon zu früh reduzieren. Die beste Verkaufszeit zwischen Januar und Februar kommt doch erst. Und damit meistens auch der Niederschlag und die Lust auf dicke, warme Daunenjacken“, so Jonas Ruppersberg von Norröna. 

Schlüchter Astrid
Autor(in) Schlüchter Astrid

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