Update 05.02.2019, 10:41 Uhr

Messe München: „700 Anmeldungen für OutDoor by Ispo“

Die Messe München zeigt sich optimistisch für die Erstauflage der OutDoor by Ispo. Sie müsse von sechs auf acht Hallen ausgeweitet werden – rund 700 Aussteller hätten sich bereits angemeldet, teilt die Messegesellschaft mit.
Das Key Visual der Messe-Neuauflage
(Quelle: Messe München)
Die Messe München sieht sich bei den Vorbereitungen für die OutDoor-Premiere in der bayerischen Landeshauptstadt (30. Juni bis 3. Juli 2019) auf Kurs. „In den vergangenen sieben Monaten seit unserer Launch Conference ist viel passiert. Im Schulterschluss mit der European Outdoor Group und der Branche haben wir neue Zielgruppen und Wachstumspotenziale identifiziert, das Konzept von OutDoor by Ispo entsprechend weiterentwickelt und konkretisiert“, sagte Klaus Dittrich, Vorsitzender der Geschäftsführung, bei einer Pressekonferenz auf der Ispo Munich. Dafür sei ein eigener Fachbeirat gegründet worden, der in regelmäßigen Abständen tage.

(v.l.n.r.) Klaus Dittrich (Vorsitzender der Geschäftsführung Messe München), Tobias Gröber (Leiter Konsumgüter-Messen), Arne Strate (Generalsekretär EOG), Antje von Dewitz (Geschäftsführerin Vaude)
(Quelle: AST)
Die Akzeptanz in der Branche zeige sich in den Zahlen: Rund 700 Aussteller aus 36 Ländern haben sich Messenangaben zufolge bereits angemeldet. Darunter Adidas Outdoor, Arcteryx, Birkenstock, Black Diamond, Fjällräven, Jack Wolfskin, Keen, Mountain Equipment, Patagonia, Primaloft, Scott und Vaude. „Die Internationalität dieser Aussteller beweist die Relevanz von OutDoor by Ispo. Gemeinsam können wir nun ein globales Outdoor-Mindset kultivieren, aufbauend auf unseren Untersuchungsergebnissen aus dem Vorfeld, und der Outdoor-Branche neue Horizonte öffnen“, erklärte Arne Strate, neuer Generalsekretär der European Outdoor Group (EOG). Ein Überblick über alle Marken und Hersteller, die sich bereits zur Premierenveranstaltung der OutDoor by ISPO angemeldet haben, sei online verfügbar. Die Anmeldung ist laut Messe München weiterhin möglich.

Integration neuer Segmente

Im Verständnis vieler Konsumenten seien Aktivitäten wie Wassersport, Mountainbiken oder Trailrunning längst Teil des Outdoorbegriffs und würden klassische Themen wie Wandern und Klettern ergänzen, erklären die Münchner Messemacher. Mit der Integration des sogenannten Outdoor+-Segments werde die OutDoor by Ispo dieser Entwicklung gerecht. Inspiration und wertvollen Wissenstransfer aus anderen Bereichen soll die Öffnung gegenüber Branchen jenseits von Outdoor, Cross-Industry genannt, eröffnen: Im Fokus stehen Umwelt-Technologien ebenso wie digitale Handels- und Technologielösungen. Aber auch in der gedruckten und organischen Elektronik sowie der Immobilien- und Logistikbranche bestehen laut Messe München Anknüpfungspunkte, über die sich bisher ungenutzte Wachstumspotenziale erschließen lassen. Für den Transfer der entsprechenden Themen in die Outdoorbranche greife das Ispo-Team auf die Leitmessen im Portfolio der Messe München zurück.

Neuartiges Hallenkonzept

Aus den ursprünglich sechs geplanten Hallen für die Erstveranstaltung sind nach Angaben der Messeveranstalter aufgrund der großen Nachfrage inzwischen acht geworden. Die einzelnen Segmente werden im Osten des Messegeländes am Standort Riem präsentiert. Die Outdoor-Kernthemen finden ihren Platz direkt in den ersten Hallen nach dem Eingang, die Themen Outdoor+ und Cross-Industry werden in den angrenzenden Hallen gespielt, lautet die Planung. „Damit transportieren wir auch den Gedanken, dass das neue Outdoor-Mindset sich aus dem ursprünglichen Kern heraus entwickelt und wächst“, sagte Markus Hefter, Projektleiter OutDoor by Ispo.

Von der Halle C6 gelangt man direkt ins Außengelände, das als Ausstellungs- und Testfläche dient. Das Atrium zwischen den Hallen und der direkt an das Messegelände anschließende Park mit dem Riemer See lädt vor oder nach dem Messebesuch zur Erholung ein. Der eigens eingerichtete Camping- und Glampingplatz ist ebenfalls fußläufig erreichbar, betont die Messe.
Die Hallen selbst seien in sich geschlossene Erlebniswelten. Breite Mittelgänge, ergänzt durch mehrere Quergänge, erleichtern die Orientierung und helfen, einen schnellen Überblick zu gewinnen. Dank einer offenen Gestaltung mit ausreichend Raum und Möglichkeiten zum Gespräch werde die gesamte Halle zur inspirierenden Kommunikationsfläche, heißt es. Focus Areas sollen die Besucher vertieft über Highlight-Themen informieren und als Showfläche für Vorträge und Events dienen.

Zukunftsgerichtete strategische Partnerschaften

Beim Integrieren neuer Themenbereiche und Etablieren neuer, langfristiger Business-Modelle setze die OutDoor by Ispo auf strategische Kooperationen mit renommierten Branchenmitgliedern, verlautbart die Messe: Mit der Adventure Travel & Trade Association (ATTA) sei ein international agierender Verband für das Travel-Segment als Partner gewonnen worden. Partner im Fahrradbereich wurde laut Mitteilung das Unternehmen ExtraEnergy. Die Paddleexpo als Branchentreff für Kayaking, Canoeing & Stand-Up-Paddling lasse ihre Expertise in das Paddlesport Village einfließen. Für das Running-Segment stehe das weltweit größte Laufmagazin Runner’s World dem Ispo-Team mit Know-how zur Seite.

Vereinfachter Zugang für internationale Händler

Die OutDoor by Ispo bleibe dem Fachpublikum vorbehalten, unterstreicht die Messe München. Für den vereinfachten Zugang des internationalen Retail-Publikums wurde das „Altogether to Munich“-Programm geschaffen (spomo berichtete): Eine jeweils länderspezifische Online-Plattform ermöglicht Marken und Distributoren, ihre Handelspartner einfach und effizient per Mausklick einzuladen, Termine zu verwalten und bereits im Vorfeld der Messe in Austausch zu treten. „Altogether to Munich“ steht bisher in sechs Sprachen für Sportfachhändler aus Großbritannien, Italien, Österreich, Spanien, Polen, der Schweiz und Skandinavien zur Verfügung.
 
Auch die Preisstruktur der OutDoor by Ispo stelle die Besucher aus dem Fachhandel in den Vordergrund und bietet vergünstigte Eintrittspreise, argumentiert die Messe München. Ein regulär online gebuchtes Händler-Tagesticket koste 17 Euro, bei der Buchung vor Ort würden 24 Euro fällig. Entsprechend koste das 4-Tages-Ticket 24 Euro beziehungsweise 39 Euro. Während der Messe erwarte die Händler ein umfangreiches Vortrags- und Forenprogramm mit neuen Ansätzen, Lösungen und Ideen für den Point of Sale.

OutDays sollen Outdoor-Gefühl in die Stadt tragen

Um auch die Endverbraucher während der Messe zu erreichen, will OutDoor by Ispo die „Munich OutDays“ veranstalten. Gemeinsam mit Münchner Händlern und weiteren Münchner Partnern sollen dabei zahlreiche Events in der Innenstadt stattfinden und damit die Dynamik und Sportbegeisterung von den Messehallen in die Innenstadt tragen. Der Fachhandel und die gesamte Stadt würden zur Bühne für Marken, deren Produkte und Athleten, skizziert die Messe München das Ziel.

Autor(in) sport+mode Redaktion


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