Fashion Week 2021 03.12.2020, 14:07 Uhr

Zukunftsweisender Neustart in Frankfurt am Main

Die Frankfurt Fashion Week positioniert sich mit einer konsequent nachhaltigen Agenda und forciert die Transformation hin zu einer modernen, ressourceneffizienten Branche. In Frankfurt am Main kommt vom 5. bis 9. Juli 2021 alles zusammen.
Detlef Braun, Geschäftsführer Messe Frankfurt und Anita Tillmann, Managing Partner Premium Group
(Quelle: Frankfurt Fashion Week)
Gemeinsam die Modebranche verbessern: Die Frankfurt Fashion Week positioniert sich als Gastgeber für die Zukunft der Mode und treibt die Transformation hin zu einer zukunftsorientierten, nachhaltigeren Fashion- und Textilbranche aktiv voran. In Frankfurt am Main werden vom 5. bis 9. Juli 2021 alle Entscheiderinnen und Entscheider zusammenkommen, die diesen Wandel mitgestalten wollen. Dafür ist den Initiatoren der Frankfurt Fashion Week – der Messe Frankfurt und der Premium Group – ein echter Coup gelungen: Die Conscious Fashion Campaign (CFC), die mit dem United Nations Office for Partnerships (UNOP) zusammenarbeitet, wird Presenting Partner. Aufbauend auf die bestehende Zusammenarbeit von UNOP und der Messe Frankfurt, soll die Frankfurt Fashion Week zu einer Plattform etabliert werden, die die Modebranche dabei unterstützt, die Sustainable Development Goals weiterzuentwickeln und die Dekade des Handelns (Decade of Action) einzuleiten. „Frankfurt wird zum Gastgeber für die ganze Welt. Der Zuspruch, den wir erfahren, ist immens“, sagt Peter Feldmann, Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt am Main, während der digitalen Pressekonferenz am vergangenen Mittwoch.

„Es ist unser Anspruch, dass die Frankfurt Fashion Week eine aktive Rolle dabei spielt, Lösungen für gesamtgesellschaftliche Herausforderungen zu finden, und dass sie die Ziele der internationalen Politik unterstützt, so etwa den European Green Deal. Auch die Mode- und Textilbranche soll bis 2050 klimaneutral werden. Um das zu schaffen, müssen wir alle an einem Strang ziehen. Die Frankfurt Fashion Week lädt alle Initiierenden und Beteiligten nachhaltiger Konzepte, Kongresse und Shows, die sich dem Thema Sustainability widmen, ein, sich in Frankfurt zu treffen, zu diskutieren und konkrete Entscheidungen zu treffen, um gemeinsam an etwas Großem zu arbeiten“, verdeutlicht Detlef Braun, Geschäftsführer der Messe Frankfurt.
 
„Angesichts ihrer globalen Reichweite ist die Modebranche in einer einzigartigen Position, für die Sustainable Development Goals zusammenzuarbeiten und sich für sie zu engagieren. Dies gilt besonders für die Bereiche Klimaschutz und verantwortungsvolle Produktion und Konsum“, sagt Annemarie Hou, Acting Executive Director of the United Nations Office for Partnerships.
 
„Wir setzen uns dafür ein, Transformation in Gang zu bringen – dafür muss nicht nur der Mindset grundsätzlich geändert werden, sondern wir alle müssen auch den Mut haben, transparent und ehrlich zu sein. Es geht darum, Werte und Wertschöpfung nicht als Kontroverse, sondern als Chance zu begreifen. Wir tun das, was wir am besten können: relevante Player auf allen Ebenen miteinander vernetzen. Die Frankfurt Fashion Week mit ihrem Ecosystem wird zum Enabler. Wir kreieren eine Plattform, die den branchenweiten Change choreografiert. Mit diesem Impuls entwickeln wir auch unsere Messeformate von einem Marketplace of Product zu einem Marketplace of Purpose and Ideas“, sagt Anita Tillmann, Managing Partner der Premium Group.

Ein wesentliches Merkmal der Frankfurt Fashion Week wird die konsequente Einbeziehung der gesamten Stadt sein. Frankfurt als solches wird zur Bühne für zeitgemäße Modeinszenierungen und Diskursraum für einen Dialog zwischen Modeprofis und modeaffiner Öffentlichkeit. Dafür hat die Messe Frankfurt als Veranstalter der Frankfurt Fashion Week intensive Gespräche mit diversen Agenturen geführt und es wurde daraufhin ein Kreativbord mit elf überregional renommierten Frankfurter Agenturen gegründet. Ergeben haben sich innovative und wegweisende Konzeptideen für die Stadt. Das ist ein einmaliger Schulterschluss und zeugt von einem besonderen Geist des Zusammenhalts in dieser Stadt. Darüber hinaus werden in verschiedenen Gesprächsrunden mit Museen, Musik, Kunst und Kultureinrichtungen, Hochschulen und dem Frankfurter Handel zahlreiche weitere Events und Happenings konzipiert. In Zusammenarbeit sowohl mit städtischen Institutionen – der Tourismus+Congress GmbH Frankfurt (TCF), der Frankfurt Rhein Main GmbH und der Wirtschaftsförderung – als auch mit dem Handelsverband Hessen und der Kreativwirtschaft Hessen geht es ab Januar 2021 in die konkrete Umsetzung. Seitens der Wirtschaftsförderung wurde die Frankfurt Fashion Week als ein Leuchtturmprojekt in den Masterplan für Kreativwirtschaft aufgenommen. Selbiger dient der Sicherung des Kultur- und Kreativwirtschafts-Ökosystems am Standort Frankfurt. Die im Masterplan enthaltenen Leuchtturmprojekte besitzen eine hohe Signalwirkung und strahlen in andere Wirtschaftszweige, in die Öffentlichkeit und international aus.

„Die Revitalisierung unserer städtischen Wirtschaft und das Erreichen eines neuen Post-Corona-Normalzustandes werden ab 2021 maßgebliche Herausforderungen und Erfolgsfaktoren für eine zukunftsgerichtete Stadtpolitik. Wir befinden uns in der glücklichen Situation, mit der Frankfurt Fashion Week diesbezüglich globale und lokale Synergien herbeiführen zu können: Global wirkt die Frankfurt Fashion Week auf ein zukunftsfähigeres, faireres und umweltschonenderes Fashionsystem hin; lokal erwirtschaftet eine gemeinsam von Stadt Frankfurt am Main, Land Hessen und Messe Frankfurt getragene Investition in Höhe von 10 Millionen Euro verteilt über drei Jahre eine erwartete Umwegrentabilität von über 200 Millionen Euro pro Jahr. Das macht die Frankfurt Fashion Week zu einer echten Win-Win-Situation für alle Beteiligten“, sagt Bürgermeister und Stadtkämmerer Uwe Becker.

Susa Schreiner
Autor(in) Susa Schreiner


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