Schlussbericht 07.02.2019, 09:33 Uhr

Messe München zieht positives Ispo-Fazit

Weniger Besucher, aber Aussteller-Wachstum: Die Ispo Munich war aus Sicht ihrer Veranstalter ein Erfolg. Sie habe Handel und Industrie ungenutzte Potenziale gezeigt und eSports etabliert.
Klaus Dittrich, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe München
(Quelle: Messe München)
Die Messe München bewertet die gestern zu Ende gegangene Ispo Munich 2019 als Erfolg. Nach Veranstalterangaben kamen rund 80.000 Fachbesucher aus 120 Ländern zur Ispo, was einem Rückgang von über vier Prozent gegenüber dem Vorjahr (83.606) entspricht. Die Ausstellerzahl sei jedoch im Vergleich mit 2018 um fünf Prozent gewachsen, teilt die Messe mit. Zudem habe der Anteil internationaler Aussteller in diesem Jahr eine Bestmarke von 89 Prozent erreicht (2018: 88 Prozent). Unter ihnen seien besonders China, Frankreich, Großbritannien, Italien, Taiwan sowie die USA stark vertreten gewesen.
Inhaltlich spielten aus Messesicht vor allem die Themen Nachhaltigkeit, Digitalisierung und erstmals eSports eine wesentliche Rolle. „Die Ispo Munich zeigt, dass es für Sportartikelhersteller und Sportfachhändler zahlreiche ungenutzte Potenziale gibt, die das Wachstum und vor allem die Branche selbst beflügeln können“, erklärt Klaus Dittrich, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe München. „Erfolgreich etabliert haben wir in diesem Jahr das Thema eSports.“
Aus der neuen eSports Arena waren Vorträge und Spiele über einen eigenen Twitch-Kanal übertragen worden. Mehr als 300.000 Aufrufe innerhalb der letzten drei Tage würden zeigen, welche Reichweiten eSports erzielen kann, unterstreicht die Messe München in ihrem Schlussbericht. Für die gesamte Sportbranche eröffne sich damit eine große Chance, vor allem eine jüngere Zielgruppe zu erreichen.
Digitalisierung spiele dabei eine entscheidende Rolle. „Nicht digital zu denken, ist keine Option. Die Welt verändert sich, jeder von uns muss es auch tun“, appelliert Stefan Herzog, Generalsekretär des Deutschen Sportfachhandels (VDS). Die Ispo Munich biete dem Fachhandel dazu alles, was er braucht, um jetzt und auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu sein. Neue Plattformen wie Ispo Digitize, auf der sich Sportfachhändler und Hersteller über digitale Produkte und Services informieren können, seien die ideale Ergänzung.
Auch die Nachhaltigkeit gewinnt nach wie vor an Bedeutung, stellt die Messe München in ihrem Schlussbericht fest. „Wir alle tragen Verantwortung für unseren Planeten. Mit nachhaltigen Stoffen und Produktionsverfahren kann die Sportbranche einen Beitrag dazu leisten“, konstatiert Dittrich. Dass Konsumenten verstärkt ressourcenschonend hergestellte und recycelbare Produkte fordern, sieht der neue EOG-Generalsekretär als Gelegenheit. „Die Branche hat die Chance, eine Vorreiterrolle einzunehmen und ein Zeichen zu setzen, bevor gesetzliche Bestimmungen uns die Entscheidung abnehmen“, sagt Strate laut Schlussbericht. „Darüber hinaus ist Nachhaltigkeit heute auch ganz einfach ein Geschäftsmodell.“
Während die Messe beendet ist, läuft die Ispo Munich Sports Week noch bis zum 9. Februar. Sie soll mit mehr als 170 Events für sportliche Begeisterung und Spaß bei Konsumenten sorgen – die Messe selbst war auch in diesem Jahr den Fachbesuchern vorbehalten.
Die nächste Ispo Munich ist für den 26. bis 29. Januar 2020 angesetzt. 


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