Konzernumsatz 2019 27.04.2020, 14:58 Uhr

Wintersteiger freut sich über Wachstum

Die Wintersteiger Gruppe hat 2019 den Konzernumsatz um 14 Prozent auf EUR 182 Mio. gesteigert und dabei eine EBITDA Marge von mehr als 10 Prozent erreicht.
Links: CFO Mag. Harold W. Kostka//Rechts/right: CEO Dr. Florestan von Boxberg
(Quelle: Wintersteiger)
„2019 war für Wintersteiger ein sehr gutes Jahr. Wir konnten genug Schwung holen, um für die momentanen Herausforderungen unseres globalen Geschäfts gerüstet zu sein“, sagt CEO Dr. Florestan von Boxberg. Finanzvorstand Mag. Harold Kostka betont, dass die Unternehmensgruppe nach vier starken Jahren mit Budgeterreichung und einer dabei äußerst moderaten Ausschüttungsquote der Corona-Krise finanziell sehr robust entgegentritt. Der Konzernumsatz der internationalen Maschinen- und Anlagenbaugruppe erreichte 2019 EURؘ 182 Mio.
„Was uns besonders freut ist, dass wir letztes Jahr in allen unseren Geschäftsfeldern wachsen konnten“, betont Boxberg. Das erfolgreiche Geschäftsfeld Sports verteidigte seine Spitzenposition als Gesamtlösungsanbieter für den Wintersporthandel und Skiverleih und erreichte einen Umsatz von EUR 74 Mio. Im Geschäftsfeld Seedmech, das auf Lösungen für den Saatgutzüchtungsprozess spezialisiert ist, gelang nach mehreren Jahren der Stagnation ein Umsatzsprung in der Höhe von EUR 10 Mio. auf mittlerweile EUR 41 Mio. So hat Wintersteiger im Frühjahr das deutsche Start-up Kenomx, Entwickler von hochspezialisierter Züchtungssoftware, übernommen und mit dem französischen Drohnen-Hersteller Delair eine weltweit exklusive Kooperation für den Markt der Saatgutzüchtung unterzeichnet. 
Das Geschäftsfeld Woodtech ist 2019 um EUR 4 Mio. auf EUR 34 Mio. Umsatz gewachsen. Kostka betont, dass durch die Akquisition von Serra und die Konzentration der konzerneigenen Anlagenbaufirma VAP auf die Bedürfnisse der holzverarbeitenden Industrie die internationalen Wachstumschancen der Sparte weiterhin intakt sind. Besonders erfreulich ist im Bereich Woodtech – nicht zuletzt durch die Synergien mit Serra – die hohe Auslastung der Sägewerkzeugproduktion im thüringischen Arnstadt, die Wintersteiger 2018 signifikant ausgebaut hat. In der Sparte Metals konnte auch 2019 mit einem Umsatz von EUR 33 Mio. ein Plus von EUR 3 Mio. geschrieben werden. 
Für das laufende Jahr sind die Vorstände zurückhaltend. „Neben dem obersten Ziel – der Gesundheit unserer Mitarbeiter und Geschäftspartner – gilt es vor allem, Liquidität zu sichern und die Krise mit möglichst geringem wirtschaftlichen Schaden zu überstehen. Aufgrund unserer hohen Eigenkapitalquote und geringen Verschuldung versuchen wir allerdings, die Krise auch als Chance zu nutzen“, sagt Boxberg und Kostka ergänzt, dass gerade im aktuellen Umfeld viele Kunden auf die Flexibilität von Wintersteiger zählen und daher Miet- anstelle von Kaufmodellen nachfragen. Auch beim Zukauf von passenden Unternehmen sieht sich Kostka durch die Krise nicht gestoppt. „Wir werden aktuell keine Großakquisitionen tätigen, aber das Aufspüren und Kaufen von kleineren, unsere Geschäftsfelder ergänzenden Firmen bis jeweils etwa EUR 10 Mio. Jahresumsatz, die wir aus unserem Cashflow finanzieren können, wird weiter betrieben“, betont der Finanzchef.

Schlüchter Astrid
Autor(in) Schlüchter Astrid

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