Wachstumsmarkt 07.03.2019, 10:29 Uhr

Chinas Wintersport-Boom birgt Chancen

Das Reich der Mitte wandelt sich rasend schnell zur Wintersportnation. Auf den Pisten dominieren internationale Marken: Die staatlich geförderte Verbreitung des weißen Sports bietet ihnen große Wachstumschancen, stellt sport+mode fest.
(Quelle: Benny Wu)
China entwickelt sich in rasantem Tempo zur Wintersportnation, mit entsprechenden Chancen für die nationale und internationale Sportartikelindustrie. Die Vergabe der Olympischen Winterspiele 2022 an Peking und eine stark wachsende Mittelschicht mit steigender Kaufkraft fördern diese Entwicklung, konstatiert sport+mode in einem Beitrag der aktuellen Ausgabe 3/4 2019.
China-Wintersportexperte Benny Wu
(Quelle: Benny Wu)
„China ist der wohl größte Anfänger-Skimarkt der Welt“, erklärt Benny Wu, CEO der Carving Ski Group und Vice Chairman der Beijing Ski Association, im Magazin: „Es gab schon seit den frühen 2000er-Jahren einen starken Aufschwung der chinesischen Wintersportindustrie – seit der Vergabe der Spiele ist das aber noch einmal deutlich stärker geworden.“
Derzeit werden im Reich der Mitte pro Jahr rund 290 Milliarden Euro mit Sportartikeln umgesetzt. Bis 2025 soll sich dieser Wert verdreifachen, wobei dem Wintersport eine tragende Rolle zukommt, berichtet sport+mode. Gab es 1996 gerade einmal elf Ski-Resorts im Land der Mitte, sind es heute bereits stolze 742. Allein 2018 wurde 39 neue erschlossen.
Auch die Zahl der Skifahrer hat sich von damals wenigen Zehntausenden mittlerweile auf beachtliche 19,7 Millionen pro Saison gesteigert, mit weiterhin viel Potenzial angesichts der Bevölkerungsstärke – das im Vergleich winzige Österreich kommt auf rund 50 Millionen Skifahrer.
Auf Chinas Pisten dominieren internationale Marken. „Bei den Verleihstationen sind Rossignol, Dynastar und Elan zu nennen. Bei den Retail-Ski ebenfalls diese drei und vor allem Atomic, Fischer, Salomon, Wed’ze und Head“, erklärt Marktkenner Benny Wu.
Wie sich der Markt zwischen Ski und Snowboard aufteilt, welche Faktoren die weitere Entwicklung bestimmen und welche Chancen sich daraus für die Industrie ergeben, beschreibt der vollständige Artikel in sport+mode 3/4 2019.
 


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