Covid-19 14.04.2020, 09:33 Uhr

Skylotec produziert wiederverwendbare Schutzmasken

Ab sofort stellt Skylotec einfache Mund-Nasen-Schutzmasken her. Diese sollen dabei helfen, die Verbreitung möglicher Erreger, die sich in Tropfenform in der Ausatemluft befinden, zu unterbinden und damit das Übertragungsrisiko von Covie-19 zu reduzieren.
(Quelle: Skylotec GmbH)
Viele PSA-Artikel sind in Zeiten der Corona-Kreise vergriffen und haben teilweise lange Lieferzeiten. Dazu zählen: Schutzanzüge, Schutzbrillen, Handschuhe und Schutzmasken. Auf diesen Engpass hat nun auch das Familienunternehmen Skylotec reagiert. Der Hersteller für Absturzsicherungen stellt seine Produktion um und wird in der Firmenzentrale in Neuwied mit den vorhandenen Maschinen manuell einfache OP-Masken aus Baumwolle fertigen. Dazu Dr. Kai Rinklake, Geschäftsführer Skylotec: „Wir schaffen täglich Lösungen, die das Leben unserer Kunden sicherer machen. In diesen besonderen Zeiten ist es unsere gesellschaftliche Aufgabe, unser Können dort einzusetzen, wo es am meisten gebraucht wird."
 
Auf diese Weise möchte Skylotec dazu beitragen, die Ausbreitung des Virus zu reduzieren. Der Mund-Nasen-Schutz kann beispielsweise von Menschen getragen werden, die in die Öffentlichkeit gehen und nicht wissen, ob sie infektiös sind. Darüber hinaus können die Schutzmasken von Klinik- oder Pflegepersonal eingesetzt werden, das Patienten vor den eigenen Atememissionen schützen möchte. Die Masken dienen zum Schutz anderer und helfen gegen die Verbreitung von Flüssigkeitsspritzern in der eigenen Ausatemluft. Ein Mindestabstand von 1,50 Metern sollte dennoch eingehalten werden. Die Maske ist waschbar und daher wiederverwendbar. Die Produktion erfolgt nach den Leitlinien zur Herstellung medizinischer Ausrüstung, die die EU-Kommission unlängst veröffentlicht hat. Sie soll zunächst am Standort in Deutschland erfolgen, bei Bedarf aber auch auf die Produktionsstätte in Ungarn erweitert werden. Frei verkäuflich sollen die Mund-Nasen-Masken zunächst nicht sein. „Wir bieten sie Gesundheits- und Landratsämtern als Unterstützung an und möchten gemeinsam mit den Behörden abstimmen, wo tatsächlich ein Bedarf an Masken besteht“, erklärt Rinklake.
 
Darüber hinaus könnte bei Skylotec in Kürze die Produktion von Atemschutzmasken des Standards FFP2 anlaufen. Für solche Masken ist eine Unterweisung erforderlich, damit die Schutzwirkung erreicht wird. Die Träger können dadurch mit infizierten Patienten arbeiten, ohne sich selbst anzustecken. Dazu Rinklake: „Als Hersteller von Schutzausrüstung mit über 70-jähriger Erfahrung und entsprechenden Systemen zur Qualitätssicherung in der Produktion können wir dies unkompliziert realisieren." Zusätzliches Plus: Mit ultraMEDIC gehört ein zertifizierter Hersteller von Medizinprodukten zur Skylotec Firmengruppe, der über das notwendige Know-how verfügt. Zur Herausforderung wird allerdings die Materialbeschaffung, denn die erforderlichen Rohmaterialien werden überwiegend in Asien hergestellt. Entsprechend prüft Skylotec zurzeit die Verwendung alternativer Materialien, mit denen sich ebenfalls ein bestmöglicher Schutz erzielen lässt.

Schlüchter Astrid
Autor(in) Schlüchter Astrid

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