Oberalp Convention 14.11.2019, 09:44 Uhr

"Spezialisten punkten im Handel & große Kundennähe im Bergsport"

Im Rahmen der Oberalp Convention zeigte sich erneut, dass Themen wie Individualisierung, Nachhaltigkeit und die Spezialisierung im Fachhandel in der Outdoorbranche im Fokus stehen. 
(Quelle: Salewa)
Im Rahmen der Oberalp Convention konnten sich rund 1.200 Kunden, hauptsächlich aus dem Raum DACH und Italien, über die neuesten Kollektionen H/W 2020/21 der Bergsportmarken aus der Oberalp Gruppe (Salewa, Dynyfit, Pomoca, Wild Country, Evolv) informieren. 
Mittelpunkt war zudem eine von der Gruppe veranlasste Bergsportumfrage zu Bergsportprodukten und dem dazu passenden Kaufverhalten. Der Fokus lag auf der Befragung nach Aussagen zu den Themen Preisbereitschaft, Qualitätsverständnis, Individualisierung und neue Servicemodelle im Bergsporthandel. „Wir leben besonders heute in einer Welt, wo Menschen den Unterschied für den langfristigen Erfolg in Unternehmen ausmachen. Interessante Erkenntnisse lassen sich aus Daten über den Endkonsumenten ziehen und bilden somit eine Richtschnur für das effiziente Handeln am Marktplatz“, sagt Oberalp-CEO Christoph Engl. 
Ein Ergebnis des Datenpanels sei, dass sich das Thema Nachhaltigkeit in der Skala des Kundeninteresses immer weiter nach oben arbeitet, aber die Preisbereitschaft dafür nicht in gleichem Maße zunehmend würde. Die höchste Bereitschaft für ein Preis-Premium macht die Umfrage beim Thema „Individualisierung“ aus. Immerhin wollen 710 von Tausend Kunden für ein auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenes Produkt bis zu 30% mehr bezahlen. Im Ranking der kaufentscheidenden Kriterien für ein Bergsportprodukt führt „Materialqualität“ vor „Passform“ und „Verarbeitungsqualität“ die Liste der zehn wichtigsten Kriterien an. 
Weitere Themenblöcke im Oberalp Bergsport-Monitor sind Erwartungshaltungen zu Online- und Offline-Angeboten, Nutzungsabsichten von Miet- und Leihmodellen, die Einstellungen zu Kreislauf- Ökonomie, das Informationsverhalten zu Nachhaltigkeit, die Wichtigkeit von Zertifikaten und Auszeichnungen. Aus den Ergebnissen geht hervor, dass sich kaum jemand nur einer einzigen Kategorie widmet, sondern den Berg und seine Erfahrungsmöglichkeiten als ein breites Aktivitätsfeld aus Mountainbiken, Wandern und Wintersport sieht. Der Wunsch, dass man Bergsportprodukte nach ihrer Lebenszeit wieder an den Verkaufspunkt zur fachgerechten Entsorgung zurückbringen kann, wächst in der Zielgruppe der Bergsportler zunehmend zu einem kaufentscheidenden Kriterium heran. Für das intelligente Recycling bevorzugen die Bergsportler die „second hand – Nutzung“, vor dem materiellen Recycling und dem Spenden für soziale Anliegen.

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