Strategie "10for20" 23.04.2019, 11:58 Uhr

Puma setzt Nachhaltigkeitsziele herauf

Bis 2020 sollen 90 Prozent seiner Materialien aus nachhaltigeren Quellen stammen, verlautbart der Konzern. Die ursprünglichen, niedriger angesetzten Ziele habe er bereits Ende 2018 erreicht.
Puma-Hauptsitz in Herzogenaurach
(Quelle: Puma)
Puma setzt sich deutlich höhere Ziele für die eigenen Nachhaltigkeits-Bemühungen. Bis 2020 wolle er bis zu 90 Prozent der Baumwolle und des Polyesters für seine Produkte aus nachhaltigeren Quellen beziehen, teilt der Sportartikelhersteller mit. Ende 2018 hat er eigenen Angaben zufolge 50 Prozent seiner Baumwolle und 66 Prozent seines Polyesters für die Produktion von Textilien aus nachhaltigeren Quellen bezogen. Das ursprünglich für 2020 gesetzte Ziel sei damit vorzeitig erreicht worden.
"Wir sind stolz darauf, dass wir unsere Ziele für nachhaltige Materialien zwei Jahre früher als geplant erreicht haben. Es gibt noch Luft nach oben, aber zusammen mit unseren Lieferanten arbeiten wir daran, den Anteil an nachhaltigeren Materialien weiter zu erhöhen", sagt Pumas Head of Corporate Sustainability Stefan Seidel in einem Statement. "Wenn man den Fokus auf Pumas gesamte Produktpalette legt, kann ein viel größerer Effekt erzielt werden und eine beachtliche Menge an natürlichen Ressourcen eingespart werden."
Als nachhaltigere Materialien, die Puma für die Textilproduktion nutzt, nennt die Marke Bluesign-zertifizierten Polyester und Baumwolle der Better Cotton Initiative. 2018 habe man zudem 90 Prozent seines Leders sowie seines Papiers und Kartons aus nachhaltigeren Quellen bezogen – ebenfalls zwei Jahre früher als geplant, erklärt der Hersteller. Dabei verwende man FSC-zertifiziertes Papier und Karton sowie Leder aus Gerbereien mit einem "Medal Rating" der Leather Working Group.
Puma hat sich die Nachhaltigkeitsstrategie "10for20" verordnet, die Umweltziele festschreibt - beispielsweise beim Umgang mit Luft, Wasser und Chemikalien –, aber auch Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz bei Puma selbst und bei seinen Lieferanten berücksichtigt. Ende 2018 sei das Unternehmen bei acht von zehn gesetzten Nachhaltigkeitszielen "auf einem guten Weg" gewesen, heißt es in einer Erklärung.


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