Ausrüstervertrag 15.05.2019, 08:12 Uhr

Greuther Fürth: Puma löst vorzeitig Hummel ab

Nach dem verfrühten Ende der Partnerschaft mit Hummel zum Sommer 2020 wird Puma den Platz des Ausrüsters einnehmen. Die Herzogenauracher wollen die Nähe zu Fürth zudem nutzen, ihr Engagement in Franken auszubauen.
Vereins-Website (Ausschnitt) mit Hinweis auf Ende der Hummel-Partnerschaft
(Quelle: Greuther Fürth)
Im Sommer nächsten Jahres endet die Ausrüster-Partnerschaft zwischen dem Bundesliga-Zweitligisten Spielvereinigung Greuther Fürth und Hummel früher als geplant. Die dänische Marke führt zur Begründung ihre – geänderte – strategische Ausrichtung an, die eine Fortführung des 2013/14 geschlossenen und 2016/17 verlängerten Vertrags verhindere.
Puma füllt die Lücke. Ab der Saison 2020/2021 werde man Ausrüster aller Teams des fränkischen Fußballvereins und stärke damit das eigene Engagement als Sponsor in seiner Heimatregion, erklärt der Herzogenauracher Hersteller. In einer Mitteilung verweist er auf die Historie: Schon von 1976 bis 1994 und von 1996 bis 2000 sei Fürth in Trikots mit dem Raubkatzen-Logo aufgelaufen.
"Bereits in den 50er-Jahren gehörten die Spieler der 'Kleeblätter' zu den ersten Markenbotschaftern von Puma-Fußballschuhen", sagt Matthias Bäumer, General Manager Puma DACH in einer Unternehmensmitteilung. "Neben unseren globalen Kooperationen ist auch lokales Engagement für uns wichtig. Mit der neuen, langfristigen Partnerschaft stärken wir regionale Wurzeln und werden sowohl den Fußballnachwuchs als auch die Profis aktiv in die Weiterentwicklung von Puma und der SpVgg Greuther Fürth einbeziehen. Dies geht sicherlich über die reine Produktentwicklung hinaus."
Die Zusammenarbeit zwischen Puma der SpVgg Greuther Fürth soll weit über einen reinen Ausrüstervertrag hinausgehen. Der Sportartikelhersteller wolle die räumliche Nähe zu den Anlagen des Vereins für professionelle Produkttests, die Entwicklung von Produktinnovationen, Marketing- und Kampagnenaktivitäten sowie Fotoshootings nutzen, heißt es in der Erklärung.
Beide Partner wollten die Zusammenarbeit darüber hinaus auch in ihre Personalentwicklung einbinden und ihren Mitarbeitern im Rahmen einer Ausbildungskooperation Praxiserfahrung und Einblicke in andere fußballrelevante Tätigkeiten ermöglichen. Puma-Mitarbeiter würden Zugang zu Tickets für Heimspiele bekommen und könnten das Betreuungsangebot für ihre Kinder während der Schulferien in den Fußball-Jugendcamps des Vereins nutzen.
"Wir freuen uns sehr darüber, mit Puma nicht nur einen der größten Sportartikelhersteller der Welt, sondern auch einen direkten Nachbarn als Partner gewinnen zu können", betont Greuther-Fürth-Geschäftsführer Holger Schwiewagner. "Neben schnellem und direktem Feedback zu Pumas Produktinnovationen wollen wir unsere sportlichen, sportwissenschaftlichen und sportmedizinischen Kompetenzen in die Entwicklung ebendieser Innovationen mit einbringen."
Vor Kurzem hatte Puma angekündigt, mit Beginn der Saison 2019/20 den ebenfalls in Franken ansässigen Basketballklub Medi Bayreuth auszurüsten (spomo berichtete).


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