Nachhaltigkeit 17.07.2019, 10:07 Uhr

Mammut meldet Fortschritte bei PFC-Reduzierung

Mit der Kollektion F/S 2020 verbindet die Marke einen deutlichen Anstieg PFC-freier Produkte, besonders bei Schlaf- und Rucksäcken sowie Taschen. Die Beteiligung an Forschungsprojekten soll weitere Fortschritte ermöglichen. 
(Quelle: Mammut)
Die Outdoormarke Mammut (Conzzeta-Gruppe) will nach eigenen Angaben bis 2025 sämtliche Produkte ohne den Einsatz per- und polyfluorinierter Chemikalien (PFC) herstellen. Einen Zwischenstand auf diesem Weg haben die Schweizer jetzt bekannt gegeben.
Demnach verbindet das Unternehmen mit der Kollektion Frühling/Sommer 2020 einen großen Schritt in Richtung PFC-Freiheit, vor allem im Bereich der Hardware-Produkte. In der neuen Kollektion seien 65 Prozent der Schlafsäcke PFC-frei (2019: 35 Prozent). Bei Rucksäcken, Taschen und Klettergurten haben man den Anteil der Produkte, bei denen keine Stoffe mit einer PFC-basierten Ausrüstung versehen sind, im Vergleich zur Vorjahreskollektion von 26 Prozent auf 47 Prozent steigern können, heißt es in einer Mitteilung.
Mammut investiere viel in die Erforschung von PFC-Alternativen und nehme unter anderem am Forschungsprojekt Popfree der Research Institutes of Sweden (RISE) teil. Dabei würden nicht nur die Auswirkungen von PFC auf die Umwelt analysiert, erklärt die Marke, sondern auch die geeigneter Alternativen. Mammuts Ziel sei es, möglichst viel Wissen zu generieren. Daher arbeitet das Unternehmen nach eigenen Angaben mit anderen Marken, Industriepartnern und Unternehmen verschiedener Branchen zusammen, die PFC in großen Mengen verwenden, etwa Skiwachs oder Lebensmittelpapier. Neben dem Vorteil, voneinander zu lernen, gebe das mehr Gewicht, eine Veränderung einzufordern.
Zudem habe Mammut mit dem Bundesmann-Regentest in mehr als 200 Laborstunden insgesamt über 400 Tests an 120 verschiedenen Materialien in allen Produktkategorien durchgeführt. Dabei seien auch diverse gegenwärtig verfügbare PFC-freie Alternativen berücksichtigt worden. Als Fazit nennt die Marke, dass zahlreiche Faktoren die Performance beeinträchtigen: Neben den Chemikalien handelt es sich dabei hauptsächlich um die Gewebekonstruktion, das Produktionsverfahren und die Pflege durch die Kunden. Durch die Weitergabe seiner Erkenntnisse unterstütze das Unternehmen seine Lieferanten bei ihrem Produktionsverfahren.
Im Dezember 2016 hatte Mammut eine eigene PFC-Richtlinie veröffentlicht. Seitdem habe man die Bemühungen weiter intensiviert, unter anderem durch die Teilnahme an einem Forschungsprojekt 2017 und die Durchführung von Tests 2018, summieren die Schweizer.


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