Nachhaltigkeit 23.01.2020, 11:49 Uhr

Mammut legt Grundlage auf dem Weg zu "Net Zero"

Das Schweizer Unternehmen misst seinen CO2-Fussabdruck und kommuniziert die Resultate transparent.
(Quelle:  ©Mammut )
Einen zentralen Grundpfeiler der Nachhaltigkeitsstrategie "WE CARE" von Mammut bilden die Treibhausgas-Reduktionsziele. Die Outdoor-Marke ist Unterzeichner der UN Fashion Industry Charter for Climate Action und verpflichtet sich damit zu einer Treibhausgas-Reduktion von 30 Prozent bis 2030, im Vergleich zum Referenzwert 2018 (Reduktion auf Netto 0 "Net Zero" bis 2050). Um dieses Ziel zu erreichen analysiert Mammut in einem ersten Schritt den Status Quo des CO2-Fussabdruckes und schafft so eine transparente Ausgangslage.
Der Messvorgang: Um die Ziele der UN Fashion Industry Charter for Climate Action zu erreichen, bedarf es in einem ersten Schritt einer genauen Evaluation des CO2-Company-Footprints. Mammut hat minutiös sämtliche treibhausgas-relevanten Daten erhoben. Diese betreffen den Hauptsitz Seon, alle Tochtergesellschaften sowie die Mammut Stores. Darüber hinaus wurden die Emissionen von Waren- und Personentransporten bis hin zu den Produkteherstellungsprozessen des gesamten Sortiments analysiert. Das Emissionserhebungsverfahren wurde entsprechend dem Greenhouse Gas Protocol Standards für Unternehmen durchgeführt. Dieses unterscheidet bei der Emissionsprüfung drei verschiedene Emissionsquellen, welche als Scope 1,2 und 3 benannt werden:
  • Scope 1 umfasst alle Treibhausgas-Emissionen, welche direkt am Standort der Firma (z.B. über die Autoflotte, Heizung oder Lüftung) anfallen.
  • Scope 2 bezieht sich auf alle indirekt generierten Emissionen, welche durch den Energie- und Stromgebrauch bei den Firmenstandorten anfallen.
  • Scope 3 wiederum umfasst die Emissionen, welche bei Prozessen anfallen, die dem Betrieb vor- oder nachgelagert sind. Treibhausgas-Emissionen, die bei der Herstellung aller Mammut-Produkte entstehen, Emissionen aus sämtlichen Transporten (Produkte und Personal) sowie aus der Nutzungs- und Entsorgungsphase von Produkten werden in diese Kategorie gerechnet.
Die Daten bilden die Grundlage der Basiserhebung des Treibhausgas-Fussabdrucks für das Jahr 2018 von Mammut.

Die Resultate: 2018 produzierte Mammut gemäß den aktuellen Berechnungen über alle Prozesse und Aktivitäten Emissionen im Bereich von 58’000 t CO2-Äquivalent. Das entspricht ca. 15’500 Personenfahrzeugen, welche über ein Jahr in durchschnittlichem Masse gefahren werden. Dabei fallen Emissionen aus Scope 1 und 2 in der Gesamtbilanz mit rund 5 Prozent bei Mammut wenig ins Gewicht. Besonders die Treibhausgas-Emissionen aus Scope 3 (95 Prozent) sind von hoher Relevanz. Innerhalb dieses dritten Scopes entsteht der Grossteil an Emissionen bei der Produkteherstellung (ca. 72 Prozent der totalen 58’000 t CO2-Äquivalent). Mammut evaluiert aus diesem Grund zeitnah die Produktgruppen, Materialien sowie Prozesse, welche besonders emissionsintensiv sind und entwickelt in einem nächsten Schritt Szenarien, welche eine möglichst effiziente Emissions-Reduktion zum Ziel haben. Die Evaluations- und Testphase hat bereits gestartet und erste Projekte ins Rollen gebracht.

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