Zweite Fertigungsstätte
05.02.2019, 16:31 Uhr

Kästle mit eigener Produktion in Tschechien

Über zwei Dutzend neue Skimodelle, Langlauf-Comeback und auch sonst viel Neues zur Ispo: Kästle fertigt nun ebenfalls in Tschechien und hat sich mit Markus Meister als International Business Developer verstärkt.
Markus Meister (l.) und Tomáš Němec (2.v.l.) mit Rudolf Knünz und Geschäftsführer Clemens Tinzl auf der Ispo Munich
(Quelle: Hitzler)
Die tschechische Firma Consilsport des ehemaligen Skirennläufers Tomáš Němec übernahm im März 2018 die Mehrheitsanteile der österreichischen Traditionsmarke Kästle. Zum 1. Februar 2019 hat Kästle nun neben dem Standort in Hohenems eine zweite Produktionsstätte in Nové Město na Moravě (Tschechische Republik) bekommen. Auf der Ispo präsentiert Kästle nicht weniger als 28 neue Skimodelle – und darüber hinaus feiert die Marke mit drei Langlauf-Modelllinien ihr Comeback im nordischen Bereich.
Mit Consilsport hat sich Němec zum Ziel gesetzt, eine bedeutende Unternehmensgruppe in der Sportindustrie aufzubauen. „Um die Kästle-Wachstumsziele im Premiumsegment zu erreichen, ist es wichtig, dass Kästle einen eigenen modernen Fertigungsbetrieb für die Serienproduktion erhält. Das ist durch das Einbringen einer bereits bestehenden Produktionsstätte in Nové Město na Moravě, welche fortan unter ‚Kästle’ betrieben wird, möglich“, erläutert Němec.
Zur Gruppe gehören nun neben der Kästle GmbH mit Hauptsitz in Hohenems und deren Töchtern in der Schweiz und den USA die Kastle CZ, a.s. mit einer jährlichen Produktionskapazität von 100.000 Paar Ski für Kästle und andere Marken. Der Kästle-Firmensitz in Hohenems bleibt bestehen und wurde in den letzten Monaten personell aufgestockt. In der dort angesiedelten Ski-Manufaktur konzentriert man sich auf Forschung und Entwicklung sowie die Kleinserienproduktion und Fertigung von Composite-Teilen. So werden etwa die Kunstbahn-Rodelschlitten der österreichischen Nationalmannschaft und dem Internationalen Rodelverband gebaut.
Auch mit einer Personalie wartet Kästle zur Ispo auf: Markus Meister (42) hat im Januar die neue Stelle des International Business Developers übernommen. In dieser Funktion zeichnet er für das Produktmanagement im Bereich Langlauf und Sprungski verantwortlich, der auf der Ispo seine Weltpremiere feiert. Meister verfügt über 15 Jahre Expertise im Vertrieb von Langlaufprodukten. Der Marke ist er seit jeher verbunden – der ehemalige Deutsche Meister im Junioren-Skilanglauf und Vize-Weltmeister im Masters-Skilanglauf hat seine Laufbahn auf Kästle begonnen.
(Beate Hitzler)

Autor(in) sport+mode Redaktion


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