Nachhaltigkeit 29.03.2019, 12:46 Uhr

Icebug sieht sich als erste klimapositive Schuhmarke

Im Wettbewerb um mehr Nachhaltigkeit fordert Icebug andere Anbieter heraus: Man arbeite nicht nur klimaneutral, sondern als weltweit erster Outdoor-Schuhhersteller sogar klimapositiv, verlautbart das schwedische Unternehmen.
Icebug-Laufschuhe
(Quelle: Icebug)
Seit Februar 2019 ist Icebug nach eigener Darstellung die erste klimapositive Outdoor-Schuhmarke der Welt. In Zusammenarbeit mit der UN-Klimainitiative "Climate Neutral Now" sei es gelungen, mehr Emissionen zu kompensieren als die Firma produziert.
"Die Zeit läuft uns davon: Das Klima kann nicht darauf warten, dass wir erst perfekt nachhaltig arbeiten, bevor etwas passiert. Wir müssen handeln – jetzt sofort”, sagt Icebug-Gründer und CEO David Ekelund in einem Statement. Intern habe sich Icebug deswegen im Herbst 2018 der Herausforderung gestellt, bis 2020 ein komplett klimapositives Unternehmen zu werden, erklärt Icebug in einer Mitteilung. Doch dieser Prozess sei schneller abgeschlossen worden als geplant. 
"Als wir damals diese wichtige Entscheidung trafen, war es ein Schritt ins Ungewisse. Wir wussten nicht: Wird uns das 20 Cents oder 20 Euro pro Schuh kosten. Gleichzeitig war uns aber klar, dass wir Verantwortung übernehmen müssen. Dass es aber so einfach werden würde, hatten wir nicht erwartet”, beschreibt Ekelund.
Es sei nicht die Absicht der Marke, "bei dieser Sache als die Guten dazustehen". Vielmehr wolle man Aufmerksamkeit erzielen und andere motivieren, dem Beispiel zu folgen, betont der Manager. "Wenn wir es schaffen, klimapositiv zu sein, dann können die meisten Marken um uns herum es auch – wenn sie es wirklich wollen." Die gesamte Debatte habe sich bisher stark um die Verantwortung von einzelnen Individuen und Politikern gedreht. Nun sei es an der Zeit, dass sich die Industrie einen Ruck gibt und Verantwortung übernimmt.
Die 2015 ins Leben gerufene UN-Initiative "Climate Neutral Now" basiert auf den Schritten Messen (Erfassung aller CO2-Emissionen eines Unternehmens, die durch Produktion, Transport und Verwaltung entstehen), Reduzieren (Verpflichtung, CO2-Ausstoß so weit wie möglich zu senken) und Kompensieren (nicht zu verhindernde Emissionen über UN-zertifizierte Reduzierungsverfahren und globale Projekte finanziell ausgleichen).
Die genaue Erhebung der jährlichen Icebug-Emissionen stehe noch nicht fest, räumt die Marke ein. Eine grobe Schätzung habe jedoch ergeben, dass das Unternehmen im Wirtschaftsjahr März 2018 – Februar 2019 für 3.637 Tonnen Treibhausgase verantwortlich war. Mit der am 21. Februar 2019 erbrachten Kompensationsleistung von 4.755 Tonnen an die UN-Klimaprojekte liege Icebug in etwa 30 Prozent über dem geforderten Wert und sei somit klimapositiv.


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