Covid-19 05.01.2021, 15:57 Uhr

Oberalp Gruppe verschiebt Abverkaufsstart

Die Bergsportgeschäfte der Oberalp Gruppe starten europaweit erst am
30. Januar mit dem Abverkauf. Da zahlreiche Händler aufgrund der Pandemie ihre Türen lange Zeit schließen mussten, hat das Südtiroler Bergsportunternehmen entschieden, den Abverkauf zu verschieben.
Stefan Rainer, CSO der Oberalp Gruppe
(Quelle: StorytellerLabs/Oberalp )
Das Unternehmen hat sich dazu entschieden, den Abverkauf europaweit bei allen direkten Touchpoints später starten zu lassen. Bereits am 3. Dezember richtete sich das managementgeführte Familienunternehmen mit einem offenen Brief an Anna Ferrino, Präsidentin von Assosport, sowie an Günther Acherer, Präsident der italienischen Outdoor Group (IOG). Darin unterbreitete das Bergsportunternehmen den Vorschlag, den Abverkauf, der in der Regel Anfang Januar beginnt, im Sportbereich um einige Wochen nach hinten zu verschieben. 
Alle Bergsportgeschäfte des Unternehmens werden in Europa gemeinsam am 30. Januar mit dem Winter Sale starten. "Wir sind fest davon überzeugt, dass wir durch die Verschiebung des Abverkaufs auf Ende Januar eine Option wahrnehmen, den wahren Wert unserer Produkte zu erhalten. Neben der Entscheidung, einen hohen Anteil an Durchläufern zu produzieren – für die Herbst- / Winter- Saison 2021/2022 sollen 75 Prozent der Produkte durchlaufen – soll die Verschiebung des Abverkaufs eine weitere sinnvolle Maßnahme sein, um die Fachhändler entscheidend beim Generieren einer wesentlichen Marge zu unterstützen", argumentiert Stefan Rainer den Vorschlag der Oberalp Gruppe.
 
Dass weitere Marken der Strategie des hohen Anteils an Durchläufern folgen und einen wichtigen Prozentsatz an konstanten Produkten festlegen, bestätigt Stefan Rainer in seiner Entscheidung. Das allein jedoch würde in diesem Krisenjahr nicht ausreichen, um den Fachhändlern wichtige Margen zu sichern. Daher empfahl das Unternehmen bereits zu Beginn des Monats Dezember, den Start der Abverkaufszeit auf frühestens Ende Januar zu verlegen. Stefan Rainer hofft, dass weitere Unternehmen und Marken dem Vorschlag der Oberalp Gruppe folgen. In Frankreich sowie in Italien gäbe es bereits entscheidende Anzeichen dafür, dass weitere Branchenteilnehmer die Entscheidung unterstützen. Insbesondere in diesem Krisenjahr sei es wichtig, den Produkten den wahren Wert nicht vorzeitig zu nehmen.

Schlüchter Astrid
Autor(in) Schlüchter Astrid


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