Neues Headquarter 19.09.2019, 13:32 Uhr

Dynafit plant neues Firmengebäude in Kiefersfelden  

Die Bergsportmarke bezieht ein neues Headquarter in den deutschen Alpen, dessen Umsetzung in die Hände des Architekturbüros Barozzi-Veiga aus Barcelona gelegt wird.
Neues Gebäude für Dynafit
(Quelle: Oberalp Gruppe/Dynafit)
2011 hat der Eigentümer der Oberalp Gruppe, Heiner Oberrauch, für Salewa in seiner Heimatstadt Bozen ein architektonisches Zeichen gesetzt: In der Zwischenzeit ist der mutige Komplex zu einem bekannten Architekturmerkmal für Bozen geworden. Das Credo von Heiner Oberrauch „Marken brauchen eine Heimat“ steht auch für das nun geplante Dynafit-Headquarter im Mittelpunkt. Direkt an der Autobahn, an der Grenze zwischen Deutschland und Österreich, soll mit dem Dynafit-Gebäude ein ähnliches architektonisches Markenzeichen für Bayern entstehen.
In Kiefersfelden entstehen mit dem Bau 100 neue Arbeitsplätze, eine Markenerlebniswelt, eine gläserne Manufaktur, ein besonderes Restaurant, eine Kindertagesstätte sowie ein Versammlungssaal. „Wenn man ein solches Landmark in Angriff nimmt, hat man eine große öffentliche Verantwortung. Unsere Gebäude dienen unseren Unternehmen, aber immer auch dem Umfeld, in dem sie stehen“, sagt Christoph Engl, CEO der Oberalp Gruppe, zu welcher neben Dynafit auch weitere spezialisierte Bergsportmarken wie Salewa, Pomoca und Wild Country gehören. Erst im Juni war mit der Marke Evolv die größte amerikanische Kletterschuhmarke dazugekommen. „Wir haben uns bewusst auf ein Markenportfolio konzentriert, welches das Thema Berg in den Mittelpunkt stellt. In diesem Gebiet kennen wir uns aus“, sagt Ruth Oberrauch, welche die nächste Generation der Eigentümerfamilie repräsentiert.
Bisher wurde Dynafit  unter Brand Manager Benedikt Böhm vom Standort Aschheim bei München aus gesteuert. „Mit dem Standort Kiefersfelden bringen wir nun unsere Marke in ein ideales Umfeld, in dem unsere Mitarbeiter ihre Leidenschaft leben können und welches unserer Mission entspricht.“ Im neuen Gebäude wird auch die Unternehmenszentrale der Oberalp-Niederlassung für die Länder Österreich, Deutschland und die Schweiz Platz finden. Sie ist für die Distribution der Marken Salewa, Pomoca, Evolv, Wild Country und Speedo verantwortlich. Die Österreich-Zentrale der Oberalp Gruppe im salzburgischen Bergheim bleibt trotz des neuen Headquarters nahe der österreichischen Grenze bestehen.

Hajo Gruber, Bürgermeister von Kiefersfelden, konnte mit seinem Gemeinderat nicht nur eine bekannte Bergsportmarke, sondern auch eine besondere Architektur in den ehemaligen Grenzort holen. „Wir haben uns dafür eingesetzt, dass die neue Gewerbezone direkt an der Autobahn nicht nur Zweckbauten, sondern auch ein architektonisches Highlight bekommt. Neben den über 100 hochqualifizierten Arbeitsplätzen wird mit diesem mutigen Projekt ein neuer Anziehungspunkt für unsere Gemeinde entstehen. Dieses Gebäude besticht mit seiner gestalterischen Einfachheit und überrascht mit vielen Details in Material und Technologie“. Das Siegerprojekt war aus einem international ausgeschriebenen Wettbewerb nach eingehender Bewertung einer ebenso international besetzten Fachjury hervorgegangen. 9 Projekte standen zur Auswahl, welche Jury-Präsident Walter Angonese (Professor an der Accademia di architettura in Mendrisio), die Jurymitglieder Marta Schreieck (Präsidentin der Zentralvereinigung der Architekten Österreichs bis 2017), Eugen Schuler (Lehrbeauftragter für Tragwerkslehre der Universität Liechtenstein), Hajo Gruber (Bürgermeister von Kiefersfelden), Thomas Spindler, (Kreisbaumeister im Landkreis Rosenheim) sowie Heiner Oberrauch (Präsident der Oberalp Gruppe) und Axel Brosch (Geschäftsführer der Oberalp Niederlassung für die Region DE/AT/CH) zu bewerten hatten.

Die Eröffnung ist für 2022 geplant Auf dem Weg dorthin werden der lokalen Bevölkerung die Ergebnisse des Architekturwettbewerbs erörtert, wofür eine Bürgerinformationsversammlung in Kiefersfelden bereits für den 19. September anberaumt wurde. „Wir möchten sicherstellen, dass sich die Bevölkerung auf unser Gebäude freut. Schließlich wird es in Teilen auch der öffentlichen Nutzung zur Verfügung stehen“, sagt Ruth Oberrauch.

Das könnte Sie auch interessieren