Mulesing-Diskussion 22.02.2019, 09:13 Uhr

Devold gibt Tierwohl-Garantie ab

Der norwegische Woll-Bekleidungsspezialist distanziert sich vom umstrittenen Mulesing, bei dem Merinoschafen ohne Betäubung Haut um den Schwanz entfernt wird. Seine Wolle sei zu 100 Prozent Mulesing-frei, erklärt das Unternehmen.
Wollproduktion in Argentinien
(Quelle: Devold of Norway)
Die Wolle seiner Zulieferer werde komplett ohne das heftig kritisierte Mulesing produziert, verlautbart Devold of Norway. Man investiere seit Jahren in eine absolut transparente Wertschöpfungskette im Bereich des Tierwohls und die von Devold verarbeitete Wolle sei vollständig Mulesing-frei.
Tierschützer protestieren seit Längerem gegen das Verfahren, bei dem Merinoschafen ohne Betäubung Hautpartien um den Schwanz entfernt werden, um so dem Befall durch Insekten und daraus entstehenden Krankheiten vorzubeugen. Insbesondere in Australien ist das Mulesing nach wie vor gängig, was bereits zu Boykottmaßnahmen geführt hat. Devold kritisiere diese Praxis seit Langem scharf und spreche sich entschieden gegen sie aus, teilt die Marke mit.
„Wir haben erkannt, dass wir die gesamte Lieferkette kontrollieren müssen, wenn wir sicherstellen wollen, dass jeder Schritt der Wertschöpfungskette unsere strengen Qualitätsanforderungen erfüllt“, erklärt Devold-CEO Cathrine Stange in einem Statement. „Denn Merinowolle in bestmöglicher Qualität kann nur von Tieren stammen, die gut behandelt werden, frei über weites Grasland streifen dürfen und mit großer Sorgfalt geschoren werden.“
Im Rahmen des Qualitäts- und Nachhaltigkeitskonzepts „Sheep to Shop“ beziehe Devold Merinowolle aus Neuseeland, Argentinien und Australien. In Neuseeland sei Mulesing verboten, in Argentinien nicht üblich und in Australien arbeite man nur mit drei Betrieben zusammen, die nachweislich auf Mulesing verzichten. Zudem sei die argentinische Merinowolle durch den Responsible Wool Standard (RWS) und den Global Organic Textile Standard (GOTS) zertifiziert, betont Devold. Das Unternehmen Devold Wool Direct sorge für die regelmäßige Kontrolle aller Farmer und die Einhaltung der eigenen Standards in puncto Wollqualität und Tierwohl.
 


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