Zahlen 30.07.2020, 09:52 Uhr

Halbjahresergebnis: Calida Group behauptet sich dank Onlinegeschäft

Die Geschäftsentwicklung ist durch Covid-19 beeinträchtigt, aber das Onlinegeschäft wächst um 59,2 Prozent und trägt maßgeblich zum Umsatz bei. Alle Marken verzeichnen überdurchschnittlich gute Verkäufe seit dem Ende des Lockdowns.
(Quelle: Calida Group)
Die Calida Group blickt auf ein anspruchsvolles 1. Halbjahr 2020 zurück. Nach einem positiven Start ins Jahr wurde das Geschäft durch die Corona-bedingten Schliessungen aller stationären Geschäfte und Verkaufspunkte bei wichtigen Handelspartnern in der Schweiz, Deutschland und Frankreich ab März erheblich beeinträchtigt. Dank der Investitionen der letzten Jahre in E-Commerce und der entsprechend starken Position im Onlinegeschäft konnten die Umsatzverluste im stationären Handel jedoch zu einem Teil kompensiert werden. Mit seinem Geschäftsmodell war die Calida Group damit besser als der Markt für die abrupte Krise gerüstet und gewann Marktanteile hinzu.
Gruppenweit resultierte im Onlinegeschäft ein Wachstum von 59.2 Prozent und der Umsatzanteil lag mit 22.5 Prozent (Vorjahr 12.2 Prozent) weit über dem Marktdurchschnitt. Insgesamt reduzierte sich der Umsatz im ersten Halbjahr 2020 währungsbereinigt um 14.6 Prozent auf CHF 146.2 Millionen (H1 2019: CHF 180.0 Millionen). Trotz restriktivem Kostenmanagement belief sich das operative Betriebsergebnis (EBIT) aufgrund des durch die Pandemie verursachten Umsatzrückgangs auf einen bereinigten Betriebsverlust von CHF 4.4 Millionen (H1 2019: Betriebsgewinn CHF 6.5 Millionen) und einen bereinigten EBITDA von CHF -0.6 Millionen (H1 2019:EBITDA CHF 10.7 Millionen).
Reiner Pichler, CEO Calida Group, sagte: "Nach einem guten Start ins Jahr wurden wir durch die Auswirkungen von COVID-19 spürbar beeinträchtigt. Dank unserer starken und rasch wachsenden Position im E-Commerce und wirksamen strategischen Massnahmen, vermochten wir die Lockdown-Auswirkungen zu einem erheblichen Teil einzugrenzen. Wir werden die Digitalisierung aller Kanäle weiter vorantreiben und unsere führende Stellung im Onlinegeschäft kontinuierlich ausbauen. Ausserdem werden wir weiter an der Umsetzung unserer klar definierten strategischen Hebel arbeiten."

Die Marke Calida festigte ihre Position als internationaler Pionier in punkto Nachhaltigkeit im Wäschebereich weiter. Im Frühjahr präsentierte Calida auf dem Pariser Salon de la Lingerie die branchenweit erste zu 100% biologisch abbaubare Designer Capsule Collection, welche in Zusammenarbeit mit dem Luxusmodehaus Viktor&Rolf entstanden ist. Calida erwirtschaftete in der Berichtsperiode mit CHF 54.0 Millionen einen währungsbereinigten um 11.3 Prozent tieferen Umsatz. Die Online-Einkäufe stiegen in der Berichtsperiode währungsbereinigt um 63.2 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Nach dem erfolgreichen Verkauf der Marke Eider konzentrieren sich die Aktivitäten der Millet Mountain Group auf die beiden Marken Lafuma und Millet. Die Millet Mountain Group erzielte einen Umsatz von EUR 27.3 Millionen, währungsbereinigt 33.8 Prozent weniger als in der Vorjahresperiode.
Die unterdurchschnittlich profitable Surf- und Lifestyle-Marke Oxbow konnte in der Berichtsperiode erfolgreich verkauft werden. Kombiniert mit dem Verkauf von Eider stärkt dies die Profitabilität der Calida Group und führt gleichzeitig zu optimierten Prozessen.

Der Ausblick auf die zweite Jahreshälfte 2020 hängt massgeblich vom weiteren Verlauf von COVID­19 ab. Sofern der Verlauf der Krise eine weitere Lockerung der Massnahmen der Regierungen zulässt, sollte ein Teil der Umsatz- und Ertragsverluste aus dem Corona-Lockdown im zweiten Halbjahr kompensiert werden können.

Autor(in) Schlüchter Astrid

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