Covid-19 03.06.2020, 13:57 Uhr

Burton spendet 340 lokal produzierte Gesichtsvisiere

Matthias Pfanzelter aus Absam stellt seit kurzem per 3D-Drucker Gesichtsvisiere her. Burton unterstützt die Idee des jungen Tüftlers und spendet 340 Gesichtsvisiere an Bildungseinrichtungen im Großraum Innsbruck.
Matthias Pfanzelter (4. v.r.) und das Produktions-Team der Gesichtsvisiere in Absam.
(Quelle: Tobias Margreiter / THNC)
"Als die Pandemie auch hier aufkam, wusste ich, dass ich helfen will“, sagt Matthias Pfanzelter von MP Solutionz. "Erst habe ich die Gesichtsvisiere noch selbst produzieren können. Die Anfragen stiegen aber so rasant, dass ich schon bald einige befreundete Tüftler mit ins Boot holte, um den Bedarf zu decken."

Die Masken helfen, die Verbreitung von Keimen und Viren zu reduzieren, aber dabei das Gesicht der Trägerin oder des Trägers nicht zu verdecken. Oft haben besonders Kinder und Hilfsbedürftige Schwierigkeiten, sich an den nun gesetzlich vorgeschriebenen Mundschutz und somit zumindest teilweise verborgene Mimik von Betreuerinnen und Betreuern zu gewöhnen. Daher beschloss Burton, 340 Gesichtsvisiere an Bildungseinrichtungen im Großraum Innsbruck zu spenden. "Beim Spaziergang in meinem Heimatort Absam bin ich zufällig auf Matthias getroffen und wir sind schnell ins Gespräch gekommen", sagt Oliver Zaletel. "Er zeigte mir seine Produktionsstätte und berichtete mir über seine situationsangepasste Produktion, die er komplett auf die Herstellung von Gesichtsvisieren umstellte. Meine Frau arbeitet in einer Schule, meine Tochter in einer Kindertagesstätte – daher weiß ich aus erster Hand um die Problematik von Kindern, sich an Erzieherinnen und Erzieher mit Mundschutz zu gewöhnen. Die Faceshields sind eine hervorragende Alternative, die Schutz bieten, aber das Gesicht nicht verdecken."
Betreuerinnen und Betreuer in über zehn sozialen Einrichtungen und Bildungsstätten in und um Innsbruck wurden von Burton bereits mit Gesichtsvisieren ausgestattet, darunter die Volksschulen in Thaur und Wattens, die Sonderschule in Hall, die W.I.R. gemeinnützige GmbH, ebenfalls in Hall, sowie das Elisabethinum in Axams. Mit diesen Spenden möchte Burton etwas an die Region zurückgeben, die bereits seit 1985 Heimat der europäischen Firmenzentrale ist. 

Autor(in) Schlüchter Astrid

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