Amer-Übernahme 19.03.2019, 10:10 Uhr

Atomic-Chef hält Österreich-Standort für sicher

Wolfgang Mayrhofer erwartet nach dem Verkauf von Amer Sports keine Produktionsverlagerung nach China. Der Eigentümerwechsel sei eine große Chance und die Olympischen Winterspiele in Peking würden einen Boom auslösen, erklärt der Atomic-Chef.
Atomic-Website (Ausschnitt)
(Quelle: Atomic)
Die österreichische Skimarke Atomic sieht sich nach der Übernahme ihrer Mutter Amer Sports durch ein chinesisches Investorenkonsortium nicht gefährdet. Atomic-Chef Wolfgang Mayrhofer mache sich keine Sorgen um den Standort Altenmark (Salzburg) und bewerte den Verkauf als „eindeutig positiv“, berichtet das Wirtschaftsmagazin „Trend“. Der Eigentümerwechsel sei laut Mayrhofer für „das Wintersport-Segment von Amer eine große Chance, für Atomic besonders."
Impulse erwartet die Marke vom noch jungen chinesischen Skimarkt. „Die olympischen Winterspiele 2022 in Peking werden einen enormen Schub bringen. Ich kann mir vorstellen, dass der Markt auf 250.000 Paar wächst“, sagt Mayrhofer der Zeitschrift. Zuletzt seien in Österreich rund 392.000 Paar Ski verkauft worden, setzt „Trend“ die Zahlen ins Verhältnis. Atomic wolle in einem ersten Schritt mit 50 Leih-Shops in den chinesischen Skigebieten präsent sein.
Eine große Verlagerung der Produktion aus der Atomic-Fabrik in Altenmark (Salzburg) nach China erwartet Mayrhofer laut „Trend“ nicht. „Der Standort Altenmarkt, die größte Skifabrik der Welt, ist so stark, dass wir sehr selbstbewusst sein können“, erklärt der Manager im Magazin. Atomic werde in den nächsten zwei Jahren 20 Millionen Euro investieren, je zur Hälfte in den Bau eines neuen Logistikzentrums und in Produktinnovationen.
Mayrhofers Angaben zufolge hat Atomic den Umsatz im Geschäftsjahr 2018 auf 200 Millionen Euro (2017: 170 Millionen Euro) kräftig gesteigert und ein „sehr erfreuliches Betriebsergebnis“ erzielt, schreibt „Trend“. Man sei „viel flexibler“ als früher, fertige hauptsächlich nach vorhandenen Bestellungen und produziere das gesamte Portfolio für Skisportler, erklärt der Atomic-Chef: „Die Zeiten, als zwei schlechte Winter gereicht haben, um uns in eine Schieflage zu bringen, sind längst vorbei.“


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