Zwischenstand 17.05.2019, 10:17 Uhr

Asics veröffentlicht Nachhaltigkeitsbericht 2018

Zum Erreichen seiner Nachhaltigkeitsziele setzt das Unternehmen unter anderem auf Material-Innovationen. Die CO2-Emissionen will Asics bis 2030 in Fertigungsstätten um 33 Prozent reduzieren, in der Lieferkette um 55 Prozent.
Titelseite des Nachhaltigkeitsberichts
(Quelle: Asics)
Asics hat seinen Nachhaltigkeitsbericht 2018 veröffentlicht. Darin dokumentiert der Hersteller die Fortschritte beim Erreichen seiner mittel- und langfristigen Ziele in diesem Bereich. Ihre Nachhaltigkeitsbemühungen gliedert die Marke in die Punkte "Smarter for Planet" und "Stronger for People" auf. "Die Asics Sustainability Vision wurde entwickelt, um mehr Menschen zu inspirieren, sich körperlich und geistig zu bewegen, um eine stärkere und gesündere Welt zu ermöglichen", erklärt Asics-Chairman und CEO Motoi Oyama in einem Statement.

Asics sei bestrebt, die Effizienz seiner Arbeitsbereiche, der Ressourcennutzung und des Vertriebsnetzes kontinuierlich zu verbessern, teilt das Unternehmen mit. Im Jahr 2018 habe man sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 die CO2-Emissionen in Asics-Werken um 33 Prozent und die CO2-Emissionen in der Lieferkette um 55 Prozent pro Produkt zu reduzieren, beides bezogen auf die Emissionen des Jahres 2015.
Den Einsatz erneuerbarer Energien in Geschäftseinrichtungen will der Hersteller nach eigenen Angaben auf 60 Prozent oder mehr steigern, den Energieverbrauch in den relevanten Lieferantenfabriken um 30 Prozent pro Produkt senken. Bei der Fertigung von Schuhobermaterialien und Sportbekleidung soll zu 100 Prozent recyceltes Polyester zum Einsatz kommen.
Seine CO2-Emissionsminderungsziele für 2020 hat Asics zwei Jahre früher als ursprünglich geplant übertroffen, heißt es in der Erklärung: Nachdem zunächst eine Reduzierung der CO2-Emissionen in den Einrichtungen um 5 Prozent angestrebt worden war, sei die Gesamtmenge um 19,2 Prozent gesunken. Die geplante Reduzierung der CO2-Emissionen pro Paar Schuhe um 10 Prozent sei übetroffen worden, sie betrage 15,9 Prozent. 
Zudem habe sich Asics 2018 auf die Einführung von Verbraucher-Recyclingprogrammen in den USA, Europa und Japan vorbereitet. Als erste japanische Marke habe sich das Unternehmen 2018 der Leather Working Group angeschlossen, die sich mit der Umweltverantwortung der Lederindustrie auseinandersetzt.
Um weitere Verbesserungen bei Nachhaltigkeit und Funktionalität seiner Produkte zu erzielen, setzt das Unternehmen auch auf das Asics Institute of Sports Science zum Entwickeln technologischer Innovationen. Exemplarisch nennt Asics den 2018 herausgebrachten Runningschuh Gel-Kayano 25 – laut Marke der erste auf dem Markt, der mit einer nachhaltigen Cellulose-Nanofaser (CNF) der nächsten Generation ausgestattet ist. Die ultrafeine Faser aus pflanzlicher Biomasse habe nur ein Fünftel des Gewichts von Stahl, sei aber fünfmal stärker, erklärt der Hersteller. Durch den Einsatz von CNF anstelle von Material auf Basis fossiler Brennstoffe in der neuen Zwischensohle Flytefoam Lyte werde Asics die CO2-Emissionen aus dem Materialbau um rund 27 Prozent reduzieren.
"Unser Unternehmen wurde 1949 mit der festen Überzeugung gegründet, dass Sport eine bessere und gesündere Gesellschaft gestalten kann. Wir werden diesem Ziel weiterhin gerecht und streben danach, bei der Nachhaltigkeit sowohl für unsere Umwelt als auch für die Menschen führend zu sein", kündigt Asics-Chef Motoi Oyama an.
Den vollständigen Nachhaltigkeitsbericht 2018 stellt das Unternehmen auf seiner Website zum Download bereit.


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