Olympia-Absage 26.03.2020, 11:55 Uhr

Das sagen die Arena-Athleten

Seit gestern ist es offiziell: die Olympischen Spiele in Tokio finden erst 2021 statt. Für viele Athleten ist die Meldung Schock und Erleichterung zugleich. Arena hat die Stimmen seiner Athleten eingefangen.
Adam Peaty
(Quelle: Arena)
Mehrere Champions des Arena Elite-Teams äußeren sich zu der Verschiebung der Olympischen Spiele auf 2021:
Adam Peaty, Vereinigtes Königreich: "Ich glaube, keiner von uns ist nach der Ankündigung, dass die Olympischen Spiele 2020 in Tokio um ein Jahr verschoben wurden, überrascht. Es ist die richtige Entscheidung und die einzige, die zu diesem Zeitpunkt getroffen werden konnte. Als Sportler bin ich natürlich sehr enttäuscht, aber das ist wichtiger und größer als ich oder die anderen Athleten, die daran teilgenommen hätten. Hier geht es um Leben oder Tod, und wir alle müssen das Richtige tun. Jetzt weiß ich, dass ich mich auf das Hier und Jetzt konzentrieren kann, und sobald es sicher ist, kann ich mit meinem Training und meinem Endziel, mein Land bei den Olympischen Spielen zu vertreten, fortfahren. Es wird geschehen, und wenn es soweit ist, werden wir alle stärker und in der Lage sein, dieses außergewöhnliche weltweite Ereignis gemeinsam zu feiern. Ich danke allen, die mich so sehr unterstützt haben, und ich danke allen, die da draußen in einer für uns alle so herausfordernden Zeit wesentliche Dienste und Pflege leisten. Bleiben Sie zu Hause und bleiben Sie in Sicherheit, wir stecken alle gemeinsam darin."
Chad le Clos, Südafrika: "Ich denke, es ist für die Sicherheit aller Beteiligten die absolut richtige Entscheidung. Natürlich ist man auch enttäuscht, so wird es gerade jedem Athleten gehen, der nach Tokio gehen wollte, aber diese Umstände sind weitaus größer. Ich persönlich werde mich auf Tokio 2021 konzentrieren, wenn die Zeit dafür reif ist. Jetzt müssen wir erstmal alle sicher und gesund bleiben, damit wir das gemeinsam überwinden können."
Florian Wellbrock, Deutschland: "Die Corona-Pandemie hat die ganze Welt in eine Ausnahmesituation versetzt, so dass im Moment die Prioritäten aller natürlich auf ganz anderen Dingen liegen. Unsere Gesundheit ist das allerwichtigste. Daher ist die Verschiebung der Olympischen Spiele auf das Jahr 2021 die einzig richtige Entscheidung. Ich bin natürlich enttäuscht, weiß aber, dass ich meine Chance einfach nächstes Jahr nutzen werde. Da der neue Termin noch nicht genau feststeht, läuft unser Training erstmal ganz normal weiter. Für mich bedeutet die Verlegung natürlich auch, dass ich nächstes Jahr sowohl an den Olympischen Spielen als auch an den Weltmeisterschaften an den Start gehen will. Das stellt mich vor eine große Herausforderung, da ich bei beiden Wettkämpfen auch meine bestmögliche Leistung abrufen will."
Ranomi Kromowidjojo & Ferry Weetmann, Niederlande: "Uns geht es gut. Wir halten uns im und um das Haus herum fit und dürfen zum Glück immer noch nach draußen gehen (solange wir Abstand zu anderen halten). Wir sind beide mit der Verschiebung der Olympischen Spiele einverstanden. Wir sind froh, dass im Moment Klarheit herrscht und dass die Gesundheit an erster Stelle steht und nicht der Sport. Aber wir sind immer noch sehr darauf bedacht, unsere besten Leistungen bei den Olympischen Spielen zu zeigen, auch wenn es im Jahr 2021 ist. Jetzt nehmen wir uns erstmal ein paar Tage frei, um uns zu entspannen und unseren Geist zu klären, und dann werden wir unser Training fortsetzen (hoffentlich bald wieder im Schwimmbad) und im Jahr 2021 unser Bestes geben."
Sarah Sjöström, Schweden: "Die Entscheidung des IOC hat mich nicht überrascht. Sie war an diesem Punkt notwendig, denn die Gesundheit und Sicherheit für die Athleten und der Öffentlichkeit sind jetzt wichtiger. Zudem müssen alle Athleten auf der ganzen Welt die Chance haben, sich auf die Olympischen Spiele richtig vorzubereiten. Sobald wir wissen, wann die Olympischen Spiele stattfinden werden, werde ich zusammen mit meinem Team (Trainer/Manager) mit der Planung meiner Vorbereitungen für Tokio 2021 beginnen."

Autor(in) Schlüchter Astrid

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