Geschäftszahlen 14.03.2019, 12:37 Uhr

Adidas: Umsatz wächst im vierten Quartal leicht

Der Hersteller konnte den Q4-Umsatz 2018 währungsbereinigt um fünf Prozent steigern – im Vorjahreszeitraum waren es noch 19 Prozent. Für 2019 kündigt CEO Kasper Rorsted hochwertiges Umsatzwachstum und überproportionale Gewinnsteigerungen an.
Adidas-CEO Kasper Rorsted
(Quelle: Adidas)
Der Adidas-Konzern hat im letzten Quartal 2018 den Umsatz etwas gesteigert, teilen die Herzogenauracher mit. Ein Plus von fünf Prozent auf währungsbereinigter Basis stehe zu Buche, nach einer Steigerung um 19 Prozent im Vorjahreszeitraum. In Euro hätte sich der Umsatz des Konzerns um vier Prozent auf 5,234 Milliarden Euro erhöht (2017: 5,056 Milliarden Euro).
Der Zuwachs sei auf eine Steigerung von fünf Prozent bei der Marke Adidas zurückzuführen. Zweistelliges Wachstum beim Sportmodesegment Sport Inspired und in der Kategorie Training sowie eine Steigerung im hohen einstelligen Bereich in der Kategorie Running seien durch einen starken Rückgang in der Kategorie Fußball zum Teil aufgehoben worden. Dieser Rückgang sei auf nicht wiederkehrende positive Effekte im Zusammenhang mit der Fußballweltmeisterschaft 2018 im Vorjahresquartal zurückzuführen.
Bei der Marke Reebok hätten sich die Erlöse um ein Prozent verringert. Das zweistellige Umsatzwachstum bei den Lifestyleprodukten der Kategorie Classics sei durch einen Rückgang bei Sport mehr als aufgehoben worden.
Der zusammengefasste Umsatz der Marken Adidas und Reebok in Asien-Pazifik sei auf währungsbereinigter Basis erneut im zweistelligen Bereich (+11 %) gewachsen, vor allem infolge einer Steigerung um 13 Prozent in China. Nach einer Steigerung um 31 Prozent im Vorjahreszeitraum hätten die Erlöse in Nordamerika im vierten Quartal 2018 um neun Prozent zugelegt. Hierin spiegele sich das weiterhin zweistellige Wachstum der Marke Adidas wider.
In Lateinamerika (-1 %) und Russland/GUS (-2 %) sei der Umsatz im niedrigen einstelligen Bereich zurückgegangen, während sich die Erlöse in Emerging Markets (-5 %) und dem Marktsegment Europa (-6 %) im mittleren einstelligen Bereich verringert hätten. Das Betriebsergebnis verringerte sich auf 129 Millionen Euro (2017: 132 Mio. Euro).
Das Unternehmen rechnet damit, dass der Umsatz im Jahr 2019 währungsbereinigt zwischen fünf Prozent und acht Prozent  steigen wird. Adidas verzeichne einen starken Anstieg der Nachfrage nach Bekleidung im mittleren Preissegment, die jedoch aufgrund von Engpässen bei den Produktionskapazitäten nicht sofort vollständig bedient werden kann. Infolgedessen erwartet das Unternehmen eine Beeinträchtigung des Umsatzwachstums, insbesondere in der ersten Jahreshälfte in Nordamerika.
Das Unternehmen geht davon aus, dass der Gewinn aus fortgeführten Geschäftsbereichen auf einen Wert zwischen 1,880 Milliarden und 1,950 Milliarden Euro steigen werde. Dies entspreche einem Anstieg um zehn bis 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahreswert von 1,709 Milliarden Euro.
„Wir haben große Fortschritte dabei gemacht, unsere Finanzziele bis 2020 zu erreichen und bestätigen diese. Unsere strategischen Wachstumstreiber – Adidas Nordamerika, China und E-Commerce – sind wieder zweistellig gewachsen“, kommentiert Adidas-CEO Kasper Rorsted die Ergebnisse. „2019 werden wir die Umsetzung von ‚Creating the New’ weiter vorantreiben, um erneut qualitativ hochwertiges Umsatzwachstum und überproportionale Gewinnsteigerungen zu erreichen.“

Autor(in) sport+mode Redaktion


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