Repräsentative Untersuchung 27.02.2019, 13:04 Uhr

Outdoor-Branchenreport verheißt deutschem Fachhandel Wachstum

Eine neue Studie zu Kaufverhalten und Anschaffungsplänen der Deutschen zeigt den Fachhandel als Einkaufsstätte Nummer eins und geht von weiterem Outdoor-Wachstum aus. Aber die Kundenloyalität sinkt mit zunehmendem Alter und Online entwickelt sich weiter dynamisch.
(Quelle: MOC)
Der jetzt veröffentlichte „Branchen-Report Outdoor 2019“ des Marktforschungsinstituts Marketmedia24 (Köln) und des Primärforschungsspezialisten Noceanz (Würzburg) hat für 2018 ein Wachstum des deutschen Outdoormarkts um 2,4 Prozent ermittelt. Bis 2020 werde das Marktvolumen der Outdoorbekleidung (1., 2. und 3. Lage) voraussichtlich noch einmal um 4,3 Prozent zulegen können, erklärt Marketmedia24 in einer Mitteilung.
Im Ranking der Einkaufsstätten ist der Sportfachhandel laut der Untersuchung die eindeutige Nummer eins – bei ihm kaufe die Mehrheit der Bevölkerung Outdoorbekleidung und -schuhe, Ausrüstung, Zelte und Schlafsäcke. Auf Platz zwei folge mit deutlichem Abstand der Onlinehandel, der sich jedoch dynamisch entwickle. Bei Outdoorbekleidung lieferten sich auf den weiteren Rängen Bekleidungshandel und Discounter ein Kopf-an-Kopf-Rennen, stellt der „Branchen-Report Outdoor 2019“ fest.
Ausgewählte Ergebnisse des Reports
(Quelle: Marketmedia24)
Allerdings nehme die Loyalität der Deutschen zum Sportfachhandel mit steigendem Alter ab, konstatieren die Marktforscher. Umgekehrt wachse die Kundentreue zum Fachhandel mit steigendem Einkommen: Über 53 Prozent der Topverdiener würden bevorzugt im Sportfachhandel einkaufen. Doch fast 30 Prozent der höchsten und 34 Prozent der untersten Einkommensklasse würden Outdoor-Bekleidung im Internet beziehungsweise beim Versender kaufen und damit bei der Nummer zwei am Markt.
Die Autoren der Studie weisen auch auf weitere Problemfelder hin. So seien zwar Funktionsshirts begehrt, aber nur rund ein Viertel der Bevölkerung sei 2019 auf Einkäufe in den weiteren Outdoorbekleidungs-Sortimenten eingestimmt. „Weder funktionellen noch modischen Innovationen scheint es zu gelingen, den Umsatz für Outdoorbekleidung in der Breite massiv anzukurbeln“, heißt es in der Marketmedia24-Mitteilung.
Die Antworten einzelner Ziel- respektive Lifestylegruppen deuten allerdings zum Teil höhere Umsatzchancen an: So würden beispielsweise gut 39 Prozent der Haushalte mit Kindern den Kauf von Multifunktionsschuhen planen. Fast 35 Prozent der Luxus-Consumer würden angeben, Hardshell- respektive Regenjacken anschaffen zu wollen, beschreibt das Marktforschungsinstitut. Bei den Ausrüstungssortimenten liege der Fokus der Anschaffungspläne vor allem auf Trinkflaschen, Rucksäcken und Brillen. Das gesamte Kletter-Equipment werde verstärkt von den jungen Zielgruppen nachgefragt. Zelte und Schlafsäcke stünden bei den Youngstern besonders hoch im Kurs (Anschaffungsplanung für beide Produkte bei über 20 Prozent). Aber auch Digital Natives (20,6 Prozent) und Mid-Ager (13,9 Prozent) würden in diesem Segment investieren wollen.
Die Ergebnisse basieren laut Marketmedia24 auf einer repräsentativen und zielgruppengenauen Konsumentenbefragung (Basis: 1.024 Teilnehmer) vom 1. bis 4. Februar 2019. Männer und Frauen gaben dabei unter anderem Auskunft darüber, welche der 20 vorgegebenen Produkte sie 2019, 2020 oder später anschaffen wollen und in welchem Geschäftsformat sie am liebsten was einkaufen.
Die vollständige Studie „Branchen-Report Outdoor 2019“ bietet Marketmedia 24 zum Download von der Firmen-Website an. Sie kostet 850 Euro netto.


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