Covid-19 15.04.2020, 13:03 Uhr

Sabu-Mitglieder befürworten neue Saisontaktung

Oster-Blitzumfrage unter mehr als 100 Sabu-Händlern zeigt große Zustimmung für ein neues Saison-Timing.
(Quelle: Sabu)
Über das verlängerte Osterwochenende hat die Sabu Schuh & Marketing GmbH ihre Händler zu zwei Themen befragt: die Umsatzerwartungen der nächsten Monate im Handel sowie die Meinung der Händler zum Vorschlag über eine neue Saisontaktung. Über 100 Händler nahmen an der Blitzumfrage teil.

Zum Ergebnis: Die Sabu-Anschlusshäuser erwarten demnach für das Jahr 2020 einen Umsatzrückgang von aufgelaufen über 25 Prozent  im Vergleich zum Vorjahr. Für die Verlängerung der Frühjahr-Sommer-Saison 2020 bis Ende September sprachen sich 85 Prozent der befragten Händler aus, ebenso viele wie für die Verschiebung der Order FS 2021 um 4 Wochen nach hinten und die Warenlieferungen für diese Ware. Für die Verschiebung des Verkaufszeitraums der Herbst-Winter-2020-Ware von Mitte August bis Mitte März 2021 zeigten sogar 90 Prozent ihre Befürwortung. Über ein Viertel der befragten Händler befürchtet jedoch, dass sich diejenigen Marktteilnehmer, die bisher schon durch frühe und drastische Preisreduzierungen auffällig zeigten, auch jetzt nicht darauf verzichten werden. Dazu Sabu-Geschäftsführer Stephan Krug: „Die Lage ist also dramatisch und erfordert eine schnelle und schnelle, solidarische und konsequente Umsetzung der von uns vorgeschlagenen Maßnahmen." Diese lauten im Einzelnen:
  • Die Verlängerung der FS2020-Saison bis Ende September, verbunden mit
    einem „Schlussverkauf“ ab Mitte August
  • Die Auslieferung der Ware HW 2020 soll um 6 Wochen später erfolgen und
    damit der Verkaufszeitraum auf Mitte August bis Mitte März 2021 verlagert
    werden, mit einem „Schlussverkauf“ Anfang Februar
  • Verrücken der Ordertermine für die Saison FS 2021 um einen Monat, was
    wiederum spätere Auslieferungstermine und eine um einen Monat verschobene
    Verkaufszeit mit sich bringen würde
  • Keine frühen Preisreduzierungen und vor allem keine Rabattschlachten. Ein
    ‚weiter so wie bisher‘ darf es nach dieser existenzbedrohenden Krise nicht geben.“
    Weiterführende Unterstützungen für den Handel gefordert
Stephan Krug weiter: „Die verschiedenen Hilfsprogramme von Bund und Ländern decken einige Bereiche des Mittelstands immer noch nicht ab. KfW-Kredite sind zwar ein probates Mittel, aber deren Beantragung und Genehmigung dauern leider noch zu lange. Letzte Woche wurden erste, dringend notwendige Nachbesserungen beschlossen. Es fehlen jedoch immer noch konkrete Angebote für Unternehmen mit 10 und weniger Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie für ‚Junge Unternehmen‘. Auch muss zeitnah über einen Ausgleich der Vermögensschäden durch die staatlich angeordneten Ladenschließungen für alle Marktteilnehmer durch den Staat gesprochen werden. Kredite alleine reichen hier nicht aus!“

Autor(in) Schlüchter Astrid

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