Fachhandels-Chance 01.03.2019, 17:46 Uhr

Winterrunning als neuer Trend

Das Laufen als neuen Trend im Wintersport-Spektrum hat sport+mode identifiziert: Winterrunning lässt sich überall unabhängig von der Schneelage praktizieren und der Outdoorhandel kann seine Wetterschutz-Kompetenz einbringen, um das Thema zu besetzen.
Winterrunning liegt im Trend – auch im Schnee
(Quelle: Icebug)
Laufen im Winter war früher Hartgesottenen vorbehalten. Doch Medienberichte haben das Interesse eines größeren Publikums geweckt und eher milde Winter sowie die Anstregungen der Industrie fördern diese Entwicklung noch, stellt sport+mode in einem Artikel der aktuellen Ausgabe 3/4 2019 fest.
„Das Klima in Deutschland ist zum Laufen ideal und man kann das ganze Jahr aktiv sein“, erklärt beispielsweise Anika Simon, PR-Frau Running bei Adidas. „Die wenigen Tage mit extremer Kälte, Nässe, Schnee oder Hitze haben keinen großen Einfluss auf den Verkauf unserer Produkte.“
Vom Endverbraucher erfordert Winterrunning, sich gegen Kälte zu wappnen und auf einen speziellen Winterlaufschuh umzusteigen. Die Schuhkompetenz liegt zwar weiterhin beim klassischen Laufhandel. Ähnlich wie im Trail-, Ultra- und Berglaufbereich tut der sich aber schwer beim Thema Funktionsbekleidung. Hier hat der Outdoorhandel die Oberhand, konstatiert sport+mode.
Und die Outdoorhersteller bieten nicht nur viele schützende Crossover-Produkte aus dem klassischen 3-Lagen-Konzept oder dem Skitourenbereich an, sondern entwickeln auch spezielle Fast Forward-, Trailrunning- oder Ultrarunning-Kollektionen. Marken wie OMM, Inov8, Dynafit oder Icebug, zunehmend aber auch Bergspezialisten machen sich das Laufthema zu eigen und engagieren sich als Laufevent-Sponsoren, etwa Patagonia, The North Face, Columbia, Montane, Lafuma, Adidas Terrex oder Mammut.
Passende Crossover-Produkte kommen zudem aus der Sportbekleidung. Löffler betont beispielsweise, auf den „multisportiven Einsatz“ Wert zu legen. „So können durch das durchgezogene Farbthema Teile aus der Nordic-Sports- oder der Skitouring-Kollektion problemlos zum Laufen getragen werden“,  argumentiert Lisa Pointecker, bei der Marke für Marketing und Kommunikation zuständig.
Je nach Herkunft der Marke werden Running-Textilien unterschiedlich interpretiert. Die Frage „Klassisches 3-Lagen-System oder Hybrid?“ zieht sich dabei durch die Kollektionen unterschiedlicher Anbieter. Kristallisationspunkt und Imageträger ist aber der Laufschuh: Wer auf Fachhandelsseite als Outdoorladen auch auf Trail- und Winterrunning setzen will, muss hier Kompetenz aufbauen, schreibt sport+mode und schildert, was der Handel sonst noch beachten sollte, um am Trend zu partizipieren.
Der vollständige Beitrag mit Statements von Industrievertretern ist in der aktuellen Ausgabe 3/4 2019 von sport+mode erschienen.


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