sport+mode 18.09.2018, 10:20 Uhr

Ortlieb überarbeitet seinen selektiven Vertrieb

Ortlieb wird seine Kriterien für den selektiven Vertrieb aktualisieren, verlautbart vonseiten der Marke.
Jürgen Siegwarth
(Quelle: Ortlieb)
Bereits seit 2011 sorge Ortlieb mit seinem selektiven Fachhandelsvertrag dafür, ein qualitativ hochwertiges Verkaufsumfeld für seine Produkte zu gewährleisten und damit dem Fachhandel als verlässlicher Partner ein faires Wettbewerbsumfeld zu bieten. In den vergangenen acht Jahren seit Einführung des ersten Fachhandelsvertrags habe sich jedoch einiges getan, speziell das Onlinegeschäft habe eine enorme Entwicklung genommen.
Jürgen Siegwarth, Geschäftsführer Ortlieb: „Von Anfang an war unser Ziel nicht, den Onlinehandel zu verhindern, sondern eine auskömmliche Koexistenz zwischen Online, Offline und Multi-Channel-Händlern zu gewährleisten. Da sich die Möglichkeiten des Onlineverkaufs sowie der Onlinevermarktung jedoch in den letzten Jahren stark geändert haben, ist es an der Zeit, Qualitätskriterien entsprechend anzupassen oder neu zu definieren.“

Verbot für Marktplätze bleibt

Am Grundsatz des generellen Verbots eines Verkaufs auf allgemeinen Online-Marktplätzen ändere sich dadurch jedoch nichts. „Allgemeine Marktplätze wie Amazon bieten im Gegensatz zum Fachhandel nicht die notwendigen qualitativen Rahmenbedingungen, um einen adäquaten Verkauf unserer funktionellen, beratungsintensiven Produkte zu gewährleisten. Aus diesem Grund unterhält weder Ortlieb eine direkte Geschäftsbeziehung zu Marktplätzen, noch ist autorisierten Fachhandelspartnern ein Verkauf unserer Produkte über diese Plattformen erlaubt,“ führt Siegwarth weiter aus.
Die nun anstehende Aktualisierung des Vertrages berücksichtige nicht nur die veränderten Marktbedingungen, sondern mache ihn gleichzeitig zukunftsfest. Inhaltlich basiere die Neufassung auf dem ursprünglichen Vertrag, jedoch wurden Anpassungen und Ergänzungen vorgenommen.

„Anwendung von Qualitätskriterien“

„Es geht hier beispielsweise um die Anwendung von Qualitätskriterien wie der entsprechenden Fachberatung, die gewährleistet sein muss oder auch ein hochwertiges Markenumfeld und die entsprechende Darstellung. Hier waren unsere Kriterien nicht mehr zeitgemäß beziehungsweise mussten um neue Kriterien erweitert werden“, erklärt Pressesprecher Peter Köstmann auf Nachfrage von sport+mode.
Außerdem habe Ortlieb die Verträge für die verschiedenen Verkaufskanäle wie Bike und Outdoor vereinheitlich. Aktuell erfolgt der Versand an die deutschen Fachhändler, die Umstellung soll bis Ende 2018 abgeschlossen sein. Auch im europäischen Ausland arbeite Ortlieb bereits seit einigen Jahren mit einem selektiven Vertrag und hat diesen bereits in den Core-Ländern umgesetzt, die Ausweitung auf den kompletten Europäischen Wirtschaftsraum steht für 2019 auf der Agenda.

Autor(in) sport+mode Redaktion



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