Nach Fusion 18.03.2019, 16:00 Uhr

Karstadt und Galeria Kaufhof werden zu „Galeria Karstadt Kaufhof“

Die fusionierten Warenhausketten Karstadt und Galeria Kaufhof werden laut einem Zeitungsbericht künftig unter dem Namen „Galeria Karstadt Kaufhof“ firmieren. Die Schilder an den Filialen sollen nach und nach ausgetauscht werden.
Altes Galeria Kaufhof-Logo: Das neue wird den Namen Karstadt und die Markenfarbe Blau aufnehmen, der Schriftzug „Galeria" wird jedoch weiter dominieren
(Quelle: Kaufhof)
Ende 2018 haben Karstadt und Galeria Kaufhof ihren Zusammenschluss offiziell verkündet. Bis Ende des vergangenen Jahres machte sich die Fusion in beiden Unternehmen aber noch nicht bemerkbar. Das ändert sich nun. Denn wie der „Kölner Stadtanzeiger“ berichtet, werden die fusionierten Warenhausketten künftig unter dem Namen „Galeria Karstadt Kaufhof“ agieren.
Den Namen wird demzufolge nicht nur die Holding tragen, sondern auch die stationären Filialen werden umbenannt. Das Logo soll die Farben der beiden Firmen – Grün und Blau – vereinen. Der Schriftzug der Dachmarke „Galeria“ soll im neuen Logo den meisten Platz einnehmen. Darunter platzieren sich dann „Karstadt Kaufhof“.
Wegen der zahlreichen Filialen der beiden Warenhauskonzerne werden die Schilder an den Geschäften nach und nach ausgewechselt. Denn der Austausch ist mit hohem Aufwand und entsprechenden Kosten verbunden.
Die Fusion von Karstadt und Kaufhof wurde im November 2018 vom Bundeskartellamt offiziell bestätigt. Durch den Zusammenschluss verfügt der neue Einzelhandelsriese europaweit über 243 Standorte und beschäftigt rund 32.000 Mitarbeiter. Unter dem Dach der neuen Holding sind nicht nur die deutschen Kaufhof- und Karstadt-Filialen vereint, sondern auch die Karstadt-Sporthäuser, die europäischen Filialen der Outlet-Kette Saks Off 5th, die Galeria-Inno-Kaufhäuser in Belgien, die erst kürzlich gegründeten Hudson's-Bay-Warenhäuser in den Niederlanden sowie eine Reihe von Internet-Anbietern.
Der Zusammenschluss ist allerdings aus der Not geboren. Kaufhof und Karstadt machte seit Jahren der Siegeszug von Billiganbietern wie Primark und Online-Händlern wie Amazon oder Zalando zu schaffen, aber auch die Konkurrenz der großen Einkaufszentren. Besonders kritisch war die Situation bei Kaufhof.
Die Kölner kämpften seit der Übernahme durch HBC Ende 2015 mit Umsatzrückgängen und roten Zahlen. Karstadt hatte nach einer harten Sanierung unter der Führung von Stephan Fanderl, Vorstandsvorsitzender Karstadt Warenhaus GmbH, gerade erst die Rückkehr in die schwarzen Zahlen geschafft.

Laura Melchior
Autor(in) Laura Melchior


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