Covid-19 16.04.2020, 11:21 Uhr

Bis 800 Quadratmeter dürfen Geschäfte in Deutschland wieder öffnen

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie soll das öffentliche Leben schrittweise wieder hochfahren, verbunden mit dem klaren Appell: Wir müssen uns an das Leben mit dem Virus gewöhnen.
(Quelle: Fashion United/dpa)
Die Ausgangsbeschränkungen der letzten Wochen im Kampf gegen das Coronavirus zeigt aus gesundheitlicher Sicht Erfolg. Entsprechend wurde am 15. April von Seiten der Bundesregierung bekanntgegeben, das zumindest kleine Geschäfte in Deutschland wieder öffnen dürfen. Schulen, Friseurgeschäfte und Sportstätten wie Fitnessstudios bleiben weiterhin geschlossen. Darüber hinaus verständigten sich Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder am gestrigen Mittwoch darauf, dass die wegen der Pandemie verhängten Kontaktbeschränkungen bis mindestens zum 3. Mai verlängert werden.

Deutschland, so Merkel, habe "einen zerbrechlichen Zwischenerfolg erreicht." Aber es muss auch ein klares Verständnis geben, dass alle weiterhin mit dem Virus leben müssten, bis es einen Impfstoff gebe. Entsprechend könne nur äußerst vorsichtig und in kleinen Schritten wieder mehr öffentliches Leben stattfinden. Die Lockerung sei fragil und entscheidend davon abhängig, dass die Bürger in der Öffentlichkeit weiterhin einen Mindestabstand von 1,5 Metern einhielten und sich dort nur mit Angehörigen des eigenen Haushalts oder maximal einer anderen Person aufhielten.
Diese neue "Normalität", wie es Bundesfinanzminister und Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) nannte, muss so lange beibehalten werden, bis es einen Impfstoff gebe. In einem ersten Schritt sollen nun Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern, was etwa der Größe eines mittleren Supermarkts oder eines Schuhladens entspricht, wieder öffnen dürfen. Unabhängig von der Größe sollen auch Buch-, Auto- und Fahrradhändler öffnen.

Für alle Geschäfte gelten Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen. Die Schließung der Geschäfte wegen der Corona-Krise belastet die Wirtschaft schwer. Der private Konsum brach massiv ein. Zum besseren Schutz werde beim Einkaufen und im öffentlichen Nahverkehr das Tragen von sogenannten Alltagsmasken empfohlen, erklärte Kanzlerin Merkel. Eine generelle Maskenpflicht soll es nicht geben. Alltagsmasken dienen nach Angaben des Gesundheitsministeriums dazu, andere vor einer Infektion zu schützen. (dpa)

Schlüchter Astrid
Autor(in) Schlüchter Astrid

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