Marktmacht begrenzen 08.09.2020, 07:32 Uhr

Grüne wollen Online-Handel regulieren

Die Grünen wollen den Online-Handel regulieren, um einem Aussterben der Innenstädte entgegenzuwirken. Die Marktmacht des Warenverkaufs über das Internet müsse zumindest begrenzt werden, sagte Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt.
(Quelle: Shutterstock: one photo)
Die Grünen wollen den E-Commerce stärker regulieren. Der klassische Handel sei laut Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt inzwischen so stark ins Hintertreffen geraten, "dass wir finden, hier muss Regulierung hergestellt werden". Dazu könne das Bundeskartellamt beitragen, aber auch eine Digitalsteuer.
Göring-Eckardt sprach sich auch für einen Innenstadtgipfel mit dem Ziel aus, die Zentren der Städte wieder attraktiver zu machen. "Wenn das Orte der Leere oder der Depression werden, dann bedeutet das - glaube ich - auch was für die Entwicklung insgesamt."
Neben einem Positionspapier zur Zukunft der Innenstädte beschloss die Fraktion einen Forderungskatalog zur Eindämmung der Folgen des Klimawandels. Um die schlimmsten Auswirkungen abzumildern, sollen demnach zwei Milliarden Euro in eine Klimanothilfe fließen. Außerdem wollen die Grünen eine Milliarde Euro in einen Waldzukunftsfonds stecken, mit dem die Entwicklung hin zu Laubmischwäldern beschleunigt werden soll. Sie gelten als klimabeständig.
Außerdem setzen sich die Grünen für eine Urwald-Offensive ein. Danach sollen zunächst fünf Prozent der Waldfläche in Deutschland, langfristig sogar zehn Prozent, der Natur überlassen werden. Menschliche Eingriffe sollen dort verboten sein. "Dafür wollen wir einen mit 500 Millionen Euro ausgestatteten Wildnisfonds", heißt es in dem Positionspapier.
(dpa)

Autor(in) dpa

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