Nachhaltigkeit 19.04.2021, 09:46 Uhr

Bergfreunde.de will C02-Fußabdruck maximal reduzieren

Die Bergfreunde GmbH hat sich der Science Based Targets Initiative (SBTi) angeschlossen und will seinen eigenen CO2-Footprint maximal reduzieren.
Matthias Gebhard und Ronny Hohn
(Quelle: Bergfreunde GmbH)
Als einer der ersten deutschen Online-Pure-Player möchte die Bergfreunde GmbH mithilfe der Science Based Targets Initiative (SBTi) dem Klimawandel effektiv entgegenwirken und damit Verantwortung für das Erreichen der Pariser Klimaziele übernehmen. Bereits seit 2019 ist das Unternehmen eigenen Angaben zufolge klimaneutral, rückwirkend bis zum Gründungsjahr 2006. „Als Onlinehändler verursachen wir Emissionen. Bisher kompensieren wir diese und haben erste Maßnahmen gesetzt um sie zu reduzieren. Aber natürlich ist die Kompensation nur ein erster Schritt auf unserem Weg hin zu mehr Umweltschutz, denn wir wollen unsere Emissionen maximal reduzieren“, erklärt Matthias Gebhard, Geschäftsführer der Bergfreunde GmbH. Das Unternehmen hofft damit auch Vorbild für andere Unternehmen der Outdoor-Branche zu sein: „Mit der Teilnahme bei den Science Based Targets möchten wir mehr Aufmerksamkeit für den Klimaschutz schaffen und zeigen, dass man als Unternehmen einen Beitrag zum Klimaschutz leisten kann - denn letztlich ist die Herausforderung ‚Klimawandel‘ nur gemeinsam zu bewältigen“, so Ronny Höhn ebenfalls Geschäftsführer der Bergfreunde GmbH, weiter.

Durch die Berechnung von wissenschaftsbasierten Reduktionszielen für Treibhausgasemissionen hilft die Science Based Targets Initiative Unternehmen, einen klaren Fahrplan hin zu mehr Nachhaltigkeit zu entwickeln. Dadurch wird für Bergfreunde.de ersichtlich, welche Maßnahmen wie schnell umgesetzt werden müssen, um die Erderwärmung unter dem Pariser Klimaziel von maximal 2 Grad Celsius zu halten. Mit dem Bekenntnis zu den SBTi haben sich die Bergfreunde verpflichtet, innerhalb von maximal zwei Jahren ganz konkrete Science Based Targets einzureichen und von der Initiative validieren zu lassen.
Tatsächlich haben sich die Bergfreunde das Ziel gesetzt, bis Oktober 2021 validierte Ziele vorlegen zu können. Insgesamt haben sich in Deutschland bislang 63 Unternehmen unterschiedlichster Branchen der SBTi angeschlossen. Kooperationspartner der Initiative sind internationale Organisationen wie der UN Global Compact, World Resources Institute (WRI) und der World Wide Fund for Nature (WWF).

Unter dem Motto „weniger perfekt, dafür schnell“ haben die Bergfreunde bereits einige Maßnahmen getroffen, um zum einen das Thema Nachhaltigkeit fest in der Unternehmensstrategie zu verankern und zum anderen um bereits konkrete Verbesserungen umzusetzen. Neben recycelten Verpackungsmaterialien und einer 100-prozentig ökologischen Stromversorgung, sollen in den nächsten zwei Jahren die Emissionswerte pro versendetem Paket um 25 Prozent reduziert und der Fuhrpark weiter kontinuierlich auf E-Mobilität umgestellt werden. Zudem möchte Matthias Gebhard auch den Austausch mit anderen Unternehmen zu Nachhaltigkeitsfragen stärken: „Wir haben in den letzten Monaten vieles gelernt und immer noch viele Fragen. Wir sind überzeugt, dass eine grundlegende Veränderung der Prozesse nur dann möglich ist, wenn viele Akteure gemeinsam agieren. Auch deswegen haben wir uns der SBTi angeschlossen. Diesen Austausch mit anderen Unternehmen möchten wir gezielt fördern, denn wir wünschen uns ein starkes gemeinsames Vorgehen gegen den Klimawandel ohne Wettbewerbsmauern.“

Susa Schreiner
Autor(in) Susa Schreiner


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