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Freizeit-Monitor 2013: Wo bleibt der Sport?

(jal) Das Ergebnis des „Freizeit-Monitor 2013: Die beliebtesten Freizeitbeschäftigungen der Deutschen“ dürfte der Sportbranche nicht gefallen: Sport spielt in der Freizeit kaum eine Rolle.

Für die seit dem Jahr 1993 regelmäßig durchgeführte Studie wurden 2.973 Personen ab 14 Jahren zu ihrem Freizeitverhalten, den Freizeitaktivitäten und dem Anteil der tatsächlich freien Zeit pro Tag befragt. Zeitraum der Befragung war der Juni 2013, Befragungsinstitut die Gesellschaft für Konsumforschung GfF.

Immer weniger Freizeit

Wie die Stiftung für Zukunftsfragen aus Hamburg dabei nun veröffentlichte, wird die Freizeit der Deutschen immer weniger: Bundesbürger haben drei Stunden und 49 Minuten Freizeit pro Werktag, 14 Minuten weniger als noch 2010. Diese verbringen sie dann am liebsten zuhause. Besonders stark geschrumpft sei die Freizeit von Jugendlichen.

Der Wissenschaftliche Leiter der Studie, Prof. Dr. Ulrich Reinhardt, wird auf der Internetseite der Stiftung für Zukunftsfragen so zitiert: „Die meisten Bundesbürger bleiben am Feierabend zu Hause, lassen sich unterhalten oder berieseln, ruhen sich aus oder pflegen ihre Kontakte am Telefon und online. Außerhäusliche Aktivitäten finden deutlich seltener statt und sind eher das Freizeit-Highlight am Wochenende.“ Die beliebtesten regelmäßigen, also mindestens einmal in der Woche ausgeübten Freizeitbeschäftigungen sind Fernsehen (96 Prozent), Telefonieren und Radio hören (je 88 Prozent), Zeitung oder Zeitschrift lesen (75 Prozent) und den eigenen Gedanken nachgehen (71 Prozent).

Der Studie zufolge treiben Westdeutsche mehr Sport als Ostdeutsche (37 statt 25 Prozent). Große Abweichungen beim Freizeitverhalten zeigten sich zwischen den Generationen. So telefonieren Befragte unter 30 Jahren dreimal mehr mit dem Handy und treiben dreimal mehr Sport als Ruheständler. Außerdem nutzen die Jungen den Computer viermal, das Internet sogar fünfmal häufiger.

Ausblick

Der Ausblick des Studienleiters Reinhardt fällt – zumindest für die Sportbranche – ernüchternd aus: „Die freie Zeit wird auch zukünftig tendenziell weiter abnehmen, weshalb Freizeitgestaltung für viele Bundesbürger ‚Mehr tun in gleicher Zeit‘ statt ‚Eine Sache zu einer Zeit machen‘ bedeutet. Damit muss auch der größte Zukunftswunsch der Bundesbürger – ‚Spontan tun, wozu man gerade Lust hat‘ – weiter aufgeschoben werden.“

Die vollständige Auswertung zum „Freizeit-Monitor 2013“ findet man unter www.freizeitmonitor.de im Internet. Ein kostenloser PDF-Download der Studie steht dort ebenfalls zur Verfügung.

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