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Nike erhöht Umsatzprognose 2015

(Ast) Nike hat seine Konzernumsatzprognose für das Jahr 2015 von 27 auf 28 bis 30 Milliarden US-Dollar erhöht. Außerdem meldete der Konzern im vierten Quartal seines Geschäftsjahrs 2010/11 höheren Umsatz und Gewinn.

Die Erlöse des Sportartikelherstellers legten von März bis Mai 2011 währungsbereinigt um elf Prozent auf 5,8 Milliarden US-Dollar zu. Der Nettogewinn legte um 14 Prozent auf 594 Millionen US-Dollar zu. Daherkorrigierten die Amerikaner Vorhersage für die Marke Nike nach oben. Bis 2015 rechnet das Unternehmen mit einem Markenumsatz von 24 bis 25 Milliarden US-Dollar; bislang kalkulierte Nike mit 23 Milliarden US-Dollar.

Im kompletten Geschäftsjahr 2010/11 erwirtschaftete der Konzern ein Umsatzplus von zehn Prozent auf 20,9 Milliarden Dollar aus. Der Gewinn wuchs um zwölf Prozent auf 2,1 Milliarden Dollar.

Stark im Heimatmarkt und China

Regional stiegen die Umsätze des US-Konzerns im vierten Quartal des Geschäftsjahres besonders stark im Heimatmarkt, in China und den Schwellenländern. In den USA erwirtschaftete Nike währungsbereinigt 21 Prozent höhere Erlöse als im Vorjahr. Der Betriebsgewinn stieg gleichzeitig um zwanzig Prozent auf 522 Millionen US-Dollar. Synergieeffekte und Umsatzwachstum hätten eine niedrigere Rohertragsmarge überkompensieren können.

Im heimischen Markt bescherte der Onlinevertrieb Nike ein Wachstum von 31 Prozent. Markenshops legten um 18 Prozent zu. Insgesamt wuchs Nikes Einzelhandelsgeschäft in den USA um 23 Prozent. Das chinesische Geschäft warf ein Umsatzplus von 16 Prozent ab. Der Betriebsgewinn für Nike stieg simultan um 21 Prozent auf 226 Millionen US-Dollar. Schwellenländer wie Argentinien waren für einen Erlösanstieg von 19 Prozent und eine Gewinnexplosion von 68 Prozent auf 197 Millionen US-Dollar verantwortlich.

Gewinn schrumpft in Europa

In Westeuropa hingegen legten die Nike-Erlöse währungsbereinigt nur um ein Prozent zu. Der Betriebsgewinn in dieser Region schrumpfte um 27 Prozent auf 140 Millionen US-Dollar. Als Ursachen führten die Amerikaner niedrigere Margen durch Währungseffekte und höhere Herstellungskosten an. Zentral- und Mitteleuropa präsentierten sich erlösseitig stabil. Hier lagen die Umsätze marginal um ein Prozent niedriger. Allerdings büßte Nike beim Betriebsgewinn 15 Prozent auf 69 Millionen US-Dollar ein. Das Ergebnis in Japan war gezeichnet von der Naturkatastrophe. Die Erlöse schrumpften um 26 Prozent; der Betriebsgewinn brach um 67 Prozent auf 20 Millionen US-Dollar ein.

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