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Reusch vertreibt Exel

(jal) Reusch Deutschland übernimmt ab sofort den Vertrieb des finnischen Stockexperten Exel. spomo sprach mit Martin Hannemann, Geschäftsführer Reusch Deutschland, über die Beweggründe und die Erwartungen.

„Endlich ist es spruchreif!“, freut sich Martin Hannemann, Geschäftsführer der Reusch Deutschland GmbH. Die Lizenz für den Vertrieb der Stöcke in Deutschland und Österreich haben beide Parteien gestern unterschrieben. Sie gilt unbeschränkt, verrät Hannemann sport+mode. Der frühere Distributionspartner, die Vertriebstochter ESB, ging im August 2011 pleite. Hannemann hat eine Botschaft: „Die jetzige E-Sports-Group Oy (der neue Lizenzinhaber für die Exel-Sportprodukte des Mutterkonzerns Exel Composites, d. Red.) hat mit der damaligen ESB rein gar nichts zu tun!“

Expertenmeinungen eingeholt

Seit Mitte September 2012 habe Reusch sich mit der Angelegenheit „intensivst“ beschäftigt. „Wir hatten ja nicht allzu viel Erfahrung im Stockbereich“, gesteht Hannemann. Zudem war da die Angst vor Kunden, denen die damalige ESB-Insolvenz sauer aufgestoßen ist. Reusch Deutschland habe nach Hannemanns Ausführungen versucht, alles zu bedenken: „Wir haben mit entsprechenden Experten darüber diskutiert, haben uns kompetente und objektive Meinungen dazu eingeholt, sind nach Finnland gereist“, erzählt Martin Hannemann. Die Finnen besuchten sie in Bozen, und mehr und mehr wuchs die Überzeugung, dass Reusch Deutschland den Kunden mit Exel ein sehr gutes Produkt mit einem sehr guten Service bieten kann. „Es war oberstes Ziel, unseren Reusch-Standard auch in diesem neuen Segment halten zu können“, sagt Hannemann.

Außerdem sei das neue Gebäude in Reutlingen – die Firma zog erst kürzlich um – prädestiniert für die Aufnahme neuer Artikel. Lagerfläche sei beliebig anmiet- oder kündbar. Den Exel-Vertrieb übernimmt komplett der Reusch-Außendienst, so dass sich der Handel an keine neue Personen gewöhnen muss. „Trotzdem werden wir demnächst eine Person einstellen, die sich ausschließlich um die Marke Exel in unserem Haus kümmert“, verrät Hannemann. Gespräche laufen, Bekanntgabe folge in Bälde. Auch die beiden Verbundgruppen Intersport und Sport 2000 hätten positiv reagiert.

Positive Feedbacks von Key Accounts

„Uns ist sehr wohl bewusst, dass das Ganze keine leichte Nummer wird, schließlich müssen wir viel investieren und Vertrauen wieder herstellen“, sagt der Deutschland-Geschäftsführer. Die ersten Feedbacks von Key Accounts stimmen Reusch positiv. Eine erste, große Zwischenbilanz werde nach rund fünf Jahren gezogen. Bereits auf der diesjährigen Ispo Munich präsentiert der Stockspezialist seinen neuen Modelle. Bereits ab dem Frühjahr 2013 kann der Handel Ersatzteile bestellen, die dann auch direkt ausgeliefert werden. Die Vororder für die Herbst-/Wintersaison 2013/14 startet ebenfalls in diesem Frühjahr.

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