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Head Germany erzielt stabilen Umsatz, Schramm erweitert Aufgabenbereich

(jal) Head bietet Produkte für den Sommer- und Wintersport – das hat sich jetzt im ursprünglichen Wortsinn bezahlt gemacht: Head Germany hat den Gesamtumsatz trotz „witterungsbedingter Probleme im Ski- und Skischuhsegment“ stabil halten können. Zudem wird Geschäftsführer Schramm mehr Verantwortung übernehmen.

Geschäftsführer Rainer Schramm: „Es ist uns gelungen, unseren Umsatz mit 39,5 Millionen Euro annährend auf dem Niveau des Jahres 2010 zu halten.“ Head habe ein so genanntes Effektivitätsprogramm erstellt. Dies habe geholfen, Verwaltungs- und Logistikkosten zu senken und damit das „operative Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr zu verbessern.“ Im Wintersport sei damit die Head Germany GmbH „Partner Nummer 1 des Sportfachhandels“ – und dies zum fünften Mal in Folge, sagte Schramm.

Die Umsatzentwicklungen im Wintersport

Bei Ski- und Skischuh-Umsätzen geht der Geschäftsführer für das Jahr 2011 von Einbußen aus, die unter oder allenfalls auf Höhe der Einbußen des Gesamtmarktes liegen. Bei Ski betrage das Umsatzminus etwa zwölf Prozent, bei einem erwarteten Rückgang des Marktes um bis zu 15 Prozent. Bei Skischuhen liege der Umsatzrückgang mit etwa fünf Prozent unterhalb der erwarteten Rückgänge des Gesamtmarktes, sagt Head. Die durchschnittlichen Abgabepreise an den Handel stiegen bei Ski und Skischuhen um fünf beziehungsweise um drei Prozent. Erneut sehr gut stelle sich die Situation in den Segmenten Snowboards, Schuhe und Bindungen dar: die Ergebnisse des Vorjahres habe das Unternehmen beibehalten. Erhebliche Umsatzeinbrüche musste Head bei Helmen verzeichnen. Schramm geht allerdings davon aus, dass nach einer geschätzten Halbierung des Marktvolumens die Konsolidierungsphase abgeschlossen ist und Head mit seinen neuen Produkten auf allen wichtigen Preispunkten Marktanteile zurückerobern kann. Auf Vorjahresniveau blieben die Umsätze bei Protektoren.

Sportswear und Rackets

Insgesamt rund 1,7 Millionen Euro trug laut Head Sportswear zum Gesamtumsatz in Deutschland bei. Für diesen Produktbereich sehe die Marke große Wachstumschancen und schenke ihm daher „große Aufmerksamkeit“. Von dem Ausbau als eigenständige Division im Konzern und der Verlagerung des Sitzes nach London erwartet sich Schramm positive Einflüsse auf die künftigen Kollektionen und Absatzentwicklungen.

Eine überaus positive Entwicklung konnte im Racketsport registriert werden. Allein mit Tennisrackets realisierte Head Germany eigenen Angaben zufolge einen um 21 Prozent höheren Umsatz als 2010. Hier rechnet Schramm mit einem weiteren Ausbau von Umsatz und Marktanteilen: „Wir haben sehr gute Chancen, schon sehr bald wieder die Nummer 1 im deutschen Markt zu werden.“ Einen Umsatzzuwachs von rund fünf Prozent schafften die Tennisbälle.

Prognose für 2012

Für das Jahr 2012 ist der Geschäftsführer daher verhalten optimistisch, was die Umsatzentwicklung angeht. Schramm fasst zusammen: „Bei Ski und Skischuhen müssen wir die nächsten Wochen abwarten, wie sich die Abverkäufe und in Verbindung dazu die Ordertätigkeit des Handels entwickeln. Im Tennis ist mit einer Fortschreibung der Erfolgsstory zu rechnen, wozu die neuen Produkte und natürlich die Auftritte der Head Racquet Rebels bei den internationalen Turnieren sorgen werden. In jedem Fall positiv auf den Gesamterfolg im Jahr 2012 wird sich der Bereich Sportswear auswirken.“

Schramm selbst, seit dem Jahr 2000 GF der Head Germany GmbH, wird ab dem 1. März zusätzliche Aufgaben in der Head-Gruppe übernehmen. Dann wird er die Position des VP European Sales Coordinators bekleiden und zudem Sprecher der Vertriebsorganisationen in Zentraleuropa. Wie Head mitteilt, wird Schramm in dieser Funktion alle Geschäftsaktivitäten in Europa in enger Abstimmung mit den Geschäftsführern der jeweiligen Länder koordinieren. Als Mitglied des Executive Management Committee wird er die Interessen der Europäischen Vertriebsorganisationen in den Sitzungen dieses Gremiums vertreten. Er berichtet in seiner neuen Funktion direkt an Johan Eliasch, CEO der Head N.V. Unabhängig von dieser neuen Position bleibt Schramm weiterhin Geschäftsführer der Head Germany GmbH mit Sitz in Feldkirchen bei München.

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