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Puma verzeichnet Gewinnrückgang im ersten Quartal

(jal) Wie Puma mitteilt, sind die Umsätze im ersten Quartal währungsbereinigt um 4,2 Prozent auf 820,9 Millionen Euro angestiegen. Das operative Ergebnis hingegen ist im Jahresvergleich um 8,1 Prozent auf 102 Millionen Euro geschrumpft.

Das Unternehmen macht dafür stagnierende Konsumausgaben in der Eurozone verantwortlich. Die Umsätze in der Region EMEA reduzierten sich um währungsbereinigt 1,4 Prozent auf 368 Millionen Euro. Neben dem derzeit herausfordernden Marktumfeld belastete auch der späte Wintereinbruch in Europa die Umsätze im Groß- und Einzelhandel, so dass die Frühjahrskollektionen später geordert wurden und damit die Umsatzentwicklung im ersten Quartal beeinträchtigten, begründet Puma. Eine starke Entwicklung der Umsätze in der Region Asien/Pazifik und in Amerika hat dem Umsatzrückgang in der Region EMEA entgegengewirkt. Aufgrund des Wachstums in Indien, Korea und Japan, sind die Umsätze in Asien um währungsbereinigt 10,2 Prozent auf 192,1 Millionen Euro angestiegen. Die Umsätze in Amerika verbesserten sich währungsbereinigt um 8,5 Prozent auf 260,8 Millionen Euro. In Lateinamerika verzeichneten vor allem Mexiko, Argentinien und Brasilien ein starkes Umsatzwachstum im zweistelligen Bereich. Die Umsätze in Nordamerika sind angestiegen.

Schuhe schwächeln, Textilien und Accessoires wachsen

Die Umsätze im Segment Schuhe verringerten sich im ersten Quartal währungsbereinigt um 2,1 Prozent auf 414,6 Millionen Euro. Die Umsätze bei Textilien stiegen hingegen währungsbereinigt um 8 Prozent auf 267,6 Millionen Euro. Sowohl die Lifestyle- als auch die Performance-Kollektionen wurden dabei von den Verbrauchern weltweit entsprechend nachgefragt. Insbesondere Produkte aus den Kategorien Running, Lifestyle und Golf konnten Akzente setzen, teilt Puma mit. Vor dem Hintergrund der Uefa Euro 2012 erwartet Puma einen weiteren Anstieg der Umsätze im Segment Textilien. Accessoires verbesserten sich währungsbereinigt um 19 Prozent auf 138,7 Millionen Euro.

Rohertragsmarge und EBIT reduzieren sich

Steigende Beschaffungskosten waren laut Puma die wesentliche Ursache für den Rückgang der Rohertragsmarge im ersten Quartal. Diese lag bei 51,2 Prozent (52,4% im Vorjahr). Die Rohertragsmarge bei Schuhen sank von 51,3 auf 49,5 Prozent, bei Textilien ging sie von 53,7 auf 53,5 Prozent zurück. Accessoires reduzierten sich von 54,0 auf 51,9 Prozent. Die Umsätze im Einzelhandelsgeschäft beziffert das Unternehmen im ersten Quartal 122 Millionen Euro beziehungsweise 14,9 Prozent im Verhältnis zum Gesamtumsatz. Er habe sich damit um 15,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr verbessert.

Die operativen Aufwendungen sind in den ersten drei Puma-Monaten um 8,0 Prozent auf 322 Millionen Euro angestiegen. Im Verhältnis zum Umsatz entspreche dies einer Quote von 39,3 Prozent (38,6% im Vorjahr). Der Anstieg resultiert laut Unternehmen im Wesentlichen aus gestiegenen Aufwendungen für Marketing sowie Produktentwicklung und Design.

Das operative Ergebnis hat sich im ersten Quartal 2012 von 111,0 Millionen auf 102,0 Millionen Euro rückläufig entwickelt, was Puma hauptsächlich auf die Verschlechterung der Rohertragsmarge zurückführt.

Gewinn vor Steuern geht zurück

Der Gewinn vor Steuern betrug im ersten Quartal 103,1 Millionen Euro (2011: € 110,8 Mio.). Im Verhältnis zum Umsatz entspricht dies einer Quote von 12,6 Prozent (2011: 14,3%). Die Steueraufwendungen sind ebenfalls von 33,1 Millioenen auf 27,9 Millionen Euro zurückgegangen, was einer Steuerquote von 27,1 Prozent (2011: 29,9%) entspricht. Der Konzerngewinn verringerte sich um 4,9 Prozent von 77,7 Millionen auf 73,9 Millionen Euro. Das Ergebnis pro Aktie reduzierte sich ebenso von 5,17 Euro im Vorjahr auf 4,92 Euro im ersten Quartal 2012.

Das Management geht nach eigenem Bekunden weiterhin davon aus, im Gesamtjahr einen Umsatzanstieg im oberen einstelligen Prozentbereich und einen Anstieg des Konzerngewinns im mittleren einstelligen Prozentbereich erzielen zu können.

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